Der Raubzug ins Land der Mattiaker
Aufbruch ((13. März)
Die Raubzügler brechen auf. In der ersten Nacht wacht Skadi über sie und alle schlafen friedlich, bis die meisten von ihnen am nächsten Morgen von einem keckernden Eichhörnchen geweckt werden.
Schon am zweiten Abend kommt es zwischen Jandrik und Thore zu einem Eklat, da der Jäger eine kleine 'Falle' mit anschließender Schlammschlacht vorbereitet hat, von der nur Yngve wußte, um aufzuzeigen, wo die Ausbildung der Jungkrieger noch Defizite hat.
Im weiteren Verlauf der nächsten vierzehn Tage, werden diese Defizite, so gut es geht, nach einem von allen entworfenen Plan behoben. Auch Jandrik und Thore haben ein klärendes Gespräch und einigen sich, zumindest für die Zeit des Raubzugs ihre Differenzen beiseite zu schieben.
Die drei kleineren Übungsüberfälle auf ein paar kleinere Dörfer verlaufen insoweit nach Plan, als daß die Jungkrieger ein wenig Saatgut erbeuten können und einige falsche Spuren gelegt werden können und Thore Jandrik, der vor Übermüdung auf einem der Hausdächer eingeschlafen ist, vor Verletzungen bewahrt, indem er ihn aufgefangen hat.
Am späten Nachmittag des 26. März kommen die Raubzügler in der Nähe von Njals Dorf an und rasten dort., Jandrik geht in der Nacht auf einen ersten Erkundungsgang ins Dorf und berichtet den Anderen von Gegebenheiten, die er dort vorgefunden hat.
In der Zwischenzeit in Alarichs Dorf
Ida schüttet sich selbst mit Arbeit zu, damit sie Jandrik nicht mit ihrem Gefühlschaos von seiner Mission ablenkt, sie steht morgens schon vor allen anderen auf, um die Stallarbeit zu erledigen, unter anderem auch, um Ingolf aus dem Weg zu gehen. Dem hat sie mit ihrem Einzug in das Lager der Magd Heilrun zudem noch ein ganz klares Zeichen gesetzt: Ich bin kein Freiwild, wenn Jandrik nicht hier ist! Nachmittags, wenn ihre Schwägerinnen nicht da sind, läßt sie sich von Sigrid ein wenig das Kochen beibringen.
Die restliche Zeit verbringt sie natürlich damit, im Wald nach dem rechten zu sehen, wie ihr Gefährte es ihr aufgetragen hat, Bogenschießen üben, etwas bei Maíghread über Heilkräuter und Wundversorgung lernen, ebenso läßt sie sich von ihrer Schwägerin den Umgang mit dem Schwert zeigen.
In Frija, der Tochter Thorbrandts findet sie eine neue Freundin, als sie sich im Dorf begegnen, weil Runa, Frijas junge Wölfin, jemandem einen Schuh geklaut hat. Mit ihr und Talesia trifft sie sich ein paar Tage später im Wald, um den beiden anderen Mädchen das Bogenschießen beizubringen und verbringt mit Talesia die Nacht im Wald, wo die Tochter der ehemaligen Fährmannswitwe ein spannendes Abenteuer erlebt. Bei diese Gelegenheit bekommt sie für ihre Hilfe beim Ausnehmen, Häuten und Zerkleinern eines jungen Rehbocks, dessen Geweih, einige Knochen und ein Stück Fleisch von Ida.
Außerdem möchte sie Jandrik einen neuen Bogen bauen, nach er seinen dem Feuer geopfert hatte. Dank Livias Zuspruch, unterweist Grimoald sie in der Kunst des Bogenbauens und macht ihr selbst ebenfalls einen Bogen zum Geschenk, der aus dem gleichen Eibenstamm gefertigt wird, wie der für Jandrik.
Nachdem sie sich an einem Morgen (27.März) dermaßen heftig mit Gerwine angelegt hat und ihre Schwägerin sogar geschlagen hat, ist sie am Nachmittag noch immer so aufgewühlt und durcheinander, weil sie Jandrik so sehr vermißt und niemand da ist, der sie mit ihrem Gefühlschaos beruhigen kann, daß sie beim Bogenschießen beinahe den Goden verletzt hätte. Gylve gelingt es schließlich, sie in einem sehr langen Gespräch, in dem sie sich ihm schließlich öffnet, davon zu überzeugen, daß das, was sie sich die ganze Zeit nicht eingestehen will / konnte und deswegen nicht in der Lage war zu sehen, und zu erkennen, daß sie Jandrik liebt. Auf einmal wird für Ida vieles klarer und sie kann auch endlich ihre Schuldgefühle verarbeiten, die sie sich wegen des letzten Winters und der Vorkommnisse in diesem, gemacht hat. Desweiteren beschließen sie und Gylve, daß Lutmar und sie Nir zu einem Reitpferd ausbilden sollen.
Grimoald und Jonvar finden eines Morgen Spuren von Wölfen, die wohl zuvor einige von Eilas Schafen angegriffen haben, können diese aber mit Hilfe von Pix und Anda vertreiben.
Die angehende Jägerin wird von Alarich zu seinem Sohn geschickt, um diesem die langersehnten Nachrichten, nach der heftigen Schneeschmelze und den Überflutungen zu bringen, denn niemand anderes aus dem Dorf ist momentan entbehrlich. Ida freundet sich mit Marik, dem kleinen Sohn von Arvid an, der anscheinend einen Narren an der jungen Frau gefressen hat. Bevor Ida das Dorf, in dem auch ihre Schwester Yelva lebt, wieder verläßt, stellen sich sowohl der Richsohn als auch der rothaarige Wildfang einer besonderen Aufgabe: Ida übernimmt für einen Tag die Verantwortung des Dorfoberhauptes und Arvid die einer Magd.
Njals Dorf
Nachdem Jandrik den restlichen Männern und Jungkriegern von seinem Erkundungsgang durch das Dorf des Njal berichtet hat, wird ein grober Plan zurechtgelegt und die weitere Vorgehensweise besprochen und der Raub des Saatguts soll in zwei Nächsten stattfinden, nachdem Thore und Veikko das Dorf ausspioniert und den Anderen Bericht erstattet haben.
Am späten Nachmittag machen sich Thore und Veikko auf den Weg in Njals Dorf und bitten um ein Nachtlager, dabei geben sie sich als Söhne eines Chattenrichs aus, die auf dem Weg nach Mogontiacum sind, um sich bei den Römern zu verpflichten. Im Badehaus des Richs begegnen Thore und Veikko dem Sklaven Sven, der sich dort um heißes Wasser und Massagen für die beiden Gäste kümmern soll. Dieser belauscht die Beiden bei ihrem Gespräch wegen des Raubs des Saatgutes und bietet ihnen seine Hilfe an, weil er den großen Njal gerne einen Denkzettel verpassen möchte, weil dieser so brutal und grausam zu seinen Sklavinnen ist. Thore verspricht dem Raumar die Freiheit für seine Hilfe.
Zu Ehren der beiden hochrangigen Gäste gibt Njal am nächsten Abend ein großes Gelage, bei dem die höhergestellten Familien des Dorfes mit eingeladen sind. Am Morgen diese Tages begegnet Jandrik dem jungen Jäger Torger im Wald und stellt sich dumm. Dabei entdeckt er nicht nur die 'Hundezucht' des mattiakischen Jägers im Wald, sondern erfährt durch ihn auch von dem Gelage am Abend. Daraufhin beschließen die restlichen Raubzügler nicht noch eine Nacht zu warten, sondern die Gelegenheit zu nutzen und schon diese Nacht die Vorratsspeicher zu plündern.
Während des Gelages kommt es beinahe zu einen Eklat zwischen Thore und Oswin, der den beiden Gästen nicht traut und dem es gar nicht gefällt, wie Thore seine Brudertochter Nya ansieht, auf die er selbst ein Auge geworfen hat. Njal allerdings weist seinen Bruder sehr rüde vor allen Gästen zurecht, woraufhin Oswins Laune auf einen absoluten Tiefpunkt sinkt. Nach dem Essen gelingt es Thore und Veikko sich Njals und Oswins Blicken zu entziehen. Während Thore sich vom Sven die Kornspeicher zeigen läßt (er geht noch immer davon aus, daß der Raub erst in der nächsten Nacht stattfinden soll), haben Veikko und Rania ein romantischen Abenteuer in deren Verlauf er von der jüngeren Richtochter verführt wird.
Als Thore und Sven nach ihrem Abstecher zu den Vorratsspeichern zurückkommen, gehen sie durch den Stall wieder in das protzige Langhaus von Njal und werden dabei Zeuge, wie Oswin versucht, sich an Nya zu vergehen. Sie können den Bruder des Richs überwältigen und fliehen mit Nya in den Wald und setzen ihren Vaterbruder gefesselt an einen Baum im Wald aus. Der kleine Welpe, den Torger der schönen Richtochter erst ein paar Tage zuvor geschenkt hatte, liegt wimmernd und merkwürdig verdreht im Stroh, nachdem er von Oswin gegen die Wand geschleudert wurde.
Währenddessen haben sich die Raubzügler durch das Nebentor ins Dorf geschlichen und Saatgut und Vorräte aus den Speichern geklaut, allerdings ist es ihnen nicht gelungen, ein Packtier zu erbeuten, da ihnen der betrunkene Gerfried über den Weg gelaufen ist. Einigen der Jungkrieger gelingt es, ihn bewusstlos zu schlagen und es wie einen Unfall aussehen zu lassen. Sie verlassen das Dorf auf dem gleichen Weg, wie sie gekommen sind. Veikko, der nach dem Schäferstündchen mit Rania wieder wach wird, hört gerade noch den 'Eulenruf' von Jandrik und verläßt das Dorf ebenfalls durch das Nebentor, das jetzt unbewacht ist, verläuft sich aber im Wald und trifft bei der kleinen Hütte im Wald, wo Torger seine Hunde hält, auf Jandrik, der im Begriff ist, einige der Welpen zu stehlen.
Donald und Rupert wundern sich auf dem Weg zurück ins Lager über den Mann (Oswin), der dort gefesselt an einem Baum sitzt.
Als sich schließlich alle Raubzügler und Jungkrieger wieder im Lager eingefunden haben , brechen sie das Lager ab und treten den Heimweg an. Jandrik verwischt die Spuren. Von den Welpen bemerkt noch keiner etwas. Nya und Sven folgen der Gruppe in einem gewissen Abstand und nicht direkt, denn mit Schattenfell müßen sie die Wege und Pfade durch den Wald nehmen.
Njal bemerkt erst am nächsten Morgen, daß seine Tochter entführt, ihr wertvolles Pferd gestohlen wurde und einer seiner Sklaven geflohen ist und sein Bruder, der mittlerweile im Wald gefunden wurde, erzählt natürlich eine ganz andere Geschichte, als es sich eigentlich zugetragen hat. Demnach waren es Thore und Sven, die Nya hatten schänden wollen und er hat versucht es zu verhindern. Der mittlerweile leblos im Stall liegende Welpe wird von Njal mit einer schnellen Bewegung das Genick gebrochen und achtlos liegengelassen.
Schäumend vor Wut bricht der Mattiakerrich mit ein paar Männern aus dem Dorf auf und nimmt die Verfolgung der angeblichen Schänder auf. Sie finden die Überreste vom Lagerplatz und Torger kann die Anzahl der Leute auf etwa sechzehn bis achtzehn eingrenzen. Mithilfe seiner Hunde kann er auch die Spur der Flüchtigen wieder aufnehmen, denn auch er hat ein gesteigertes Interesse daran, diese Männer zu finden und sieht seine Chancen, Nya zu bekommen, steigen.
Die Flucht der Raubzügler und Nya und Sven
Die Flucht der Raubzügler verläuft zunächst relativ problemlos, aber Jandrik treibt die Männer und Jungkrieger zu einen sehr hohen Tempo an, um möglichst viel Vorsprung zu gewinnen. Erst am nächsten Abend erlaube sie sich eine etwas längere Rast. Thore und Jandrik führen ein klärendes Gespräch, bei dem der Jäger Thore etwas für Ida gibt, falls ihm etwas zustoßen sollte.
Nya und Sven kommen nicht so schnell voran, wie es sich der Raumar gewünscht hätte und nach zwei Nächten draußen im Wald,entschließen sie sich dazu, doch irgendwo um eine Nachtquartier zu bitten. So gelangen sie in einem kleinen Weiler und werden dort auch aufgenommen.
Da zwei der vier Welpen, die Jandrik gestohlen hat, nicht richtig fressen wollen, müßen die Raubzügler eine Milchquelle für sie besorgen, damit sie nicht sterben. In derselben Nacht, in der auch Sven und Nya im Weiler Obdach gefunden haben, versuchen sie dort eine Ziege zu stehlen. Sven hört Geräusche im Stall und geht nachsehen. Sein Gastgeber bemerkt, daß der Raumar aufsteht und folgt ihm. Veikko erkennt Sven und Ragnar versucht den Sklaven noch zur Rede zu stellen, bevor Gundyr im Stall auftaucht. Ragnar gerät in Panik und die Situation eskaliert. Der Knochenschnitzer spaltet dem Bauern den Schädel. Auch draußen ist Tumult, da die anderen Weilerbewohner alarmiert wurden. Auf der Flucht aus dem Weiler wird Yrjan tödlich von einem Ger getroffen. Nya uns Sven fliehen ebenfalls aus dem Weiler und folgen den Marsern zu ihrem Lager.
Ragnar, wohl immer noch in Panik, versucht den großen Hund, der auf die Flüchtenden losgelassen wird, von der Gruppe wegzulocken. Schon beinahe am Lager angekommen, entwischt die Ziege und Elmar, der im Lager geblieben war, versucht sie wieder einzufangen. Diese läuft genau in die Richtung, in die Ragnar versucht hat, den Hund zu locken. Der Hund verletzt Ragnar schwer am Arm und Jandrik rettet ihm und Elmar das Leben und tötet den Hund. Dabei wird er selbst von dem Hund umgerannt und bricht oder prellt sich ein paar Rippen.
Im Lager treffen dann auch Nya und Sven ein und nach einiger heftiger Diskussion beschließen die Marser, die Beiden mitzunehmen und nicht zurückzuschicken.
Jandrik verläßt nach zwei Tagen die Gruppe, um eine falsche Fährte für die Mattiaker zu legen, denn mit dem verletzten Ragnar kommen sie deutlich zu langsam voran. Yngve läßt seinen Schwager nur sehr widerwillig ziehen, sieht aber ein, daß der Jäger der Einzige ist, der diese Aufgabe so erledigen kann, daß sie Njal und seine Männer täuschen können.
Ragnars gebrochener Arm entzündet sich heftig und er bekommt hohes Fieber, trotz der Wundversorgung, die Jandrik und Yngve noch vor Ort vorgenommen haben und nach einigen Tagen sehen sie sich gezwungen, einen Heiler aufsuchen zu müßen, wenn sie verhindern wollen, daß der Knochenschnitzer stirbt. Thorbrandt hat gehört, daß es in dieser Gegend eine Art Wunderheiler geben soll, aber wo genau dieser lebt, ist ihm nicht bekannt. Nach einigen, hoffentlich unauffälligen, Erkundigungen in einigen Dörfern, wissen sie endlich, wo sich dieser Wunantkica aufhalten soll. Yngve und Sven nehmen den verletzten Ragnar auf Schattenfells Rücken mit und versuchen den Heiler zu finden und dort Hilfe zu bekommen, während Hademar den Rest der Gruppe wieder in Marsergebiet zu dem Rich Halvor, dem Hüter der Steine führt. Dort wollen sie sich in vier Tagen treffen, sowohl Yngve, Ragnar und Sven, als auch Jandrik.
Die Verfolger
Mit der Hilfe von Torger und seinen Hunden können die Mattiaker der Spur der Marser folgen und kommen nach drei Tagen in den kleinen Weiler. Die Menschen dort sind noch immer vollkommen erschüttert und erzählen dem Gaurich der Mattiaker, wie sich die ganz Sache aus ihrer Sicht zugetragen hat. Njal glaubt ihnen zunächst ihre Geschichte nicht, denn sie klingt ziemlich wirr. Mit roher Gewalt will er die Leute zwingen, ihm die Wahrheit zu sagen, bis seine Freunde ihn schließlich überzeugen können, daß die Menschen nicht mehr wissen, als sie ihnen schon erzählt haben.
Am nächsten Tag finden sie das Lager der vermeintlichen Chatten und damit auch den Bestattungsort von Yrjan. Njal findet in der Asche ein Schwert und nimmt es mit. Torger trennt sich mit seinen Hunden von der Gruppe, um den (falschen) Spuren zu folgen, während Njal und seine Männer in den umliegenden Dörfern etwas über die Schänder seiner Tochter erfahren will. Aber sie alles hatten keine so große Gruppe Fremder gesehen, und schon gar kein graues Pferd und auch keine blonde Frau. Es waren immer nur ein paar Fremde gewesen, die sich als Wanderer oder 'Göttersuchende' ausgegeben hatten, aber auch hier waren die Informationen nicht eindeutig. Es ist das letzte Dorf, in dem auch Yngve und Sven mit Ragnar waren, in dem Njal schließlich den Hinweis auf Gudwins Dorf bekommen.
Jandrik und Torger, Jandrik und Diedne
Nachdem sich Jandrik von seinen Leuten getrennt hat, legt er sehr akribisch eine falsche Fährte, die so aussehen muß, als ob dort fast zwanzig Personen und ein Pferd entlanggezogen sind. Das ist sehr aufwendig und er kommt deswegen und wegen seiner Rippenprellung nicht so schnell voran, wie Torger, der ihn seit er sich von Njal getrennt hat, verfolgt.
Schließlich erwischt der mattiakische Jäger ihn, nimmt ihn gefangen und foltert ihn über mehrere Tage hinweg, ohne daß Jandrik ihm die gewünschten Informationen verrät. Er kann Torger mit einer List entkommen und hat eine unschöne Begegnung mit einer chattischen Räuberbande, bei der er beim Herunterfallen von einem Baum an den Rippen und dann noch am Rücken von Fredegar verletzt wird. Aber auch ihnen kann er entkommen und bricht dann aber irgendwo im Wald in einem Brombeergebüsch zusammen. Der Wassermangel, die Verletzungen und das daraus resultierende Fieber und wohl auch keine ausreichende Nahrungsaufnahme zusammengenommen mit der tagelangen Folter durch Torger, bescherten Jandrik entweder einen wirren Fiebertraum oder er hatte Wahnvorstellungen oder er sprach tatsächlich mit der Fylgia seiner toten Schwester Frija, die ihn in langen 'Gesprächen' davon überzeugt, daß er nicht die Schuld an ihrem wie auch an Yrjans Tod trägt.
Der Fiebertraum oder die Fylgia (göttliche Führung) bringen Jandrik, dem es immer schlechter geht, schließlich zu dem Druiden Diedne, der sich seiner Winden und Verletzungen auf wundersame Wiese annimmt. Diese erste Heilung wirkt aber nicht dauerhaft, die Wunden brechen zwar nicht wieder auf, aber jeden Abend überfällt den Jäger wieder eine große Erschöpfung und Müdigkeit. In diesen Nächten träumt er noch des öfteren von Frija. In der Nacht vom 17. auf den 18. April vollzieht Diedne ein magisches? Ritual, das er mithilfe der Hörner eines seiner Mufflons durchführt, um die körperliche Heilung dauerhaft bestehen zu lassen. Am Morgen des 18. April verläßt Jandrik Diedne, der ihm die, nun nicht mehr magischen, Widderhörner gibt. Körperlich genesen macht sich Jandrik auf den Weg nach Hause, ohne zu ahnen, daß er Fredegar und seinen Kumpanen noch einmal begegnen würde.
Yngve, Ragnar, Sven und Wuantkica
Nachdem die beiden Marser und der Raumar endlich im Dorf von Gudwin angekommen waren, der nicht der Wunderheiler oder Schamane ist, werden sie dort erst einer kleinen Prüfung unterzogen, bei denen ihre Seelentiere (Yngve: Hirsch, Ragnar: Otter und Sven: Orca) enthüllt werden, bevor Peiwas, der Lehrling Wuantkicas, die drei auf geheimnisvollen Pfaden zu ihr bringt.
Die alte Heilerin nimmt die frei für einige Tage bei sich auf, ist sich aber erst nicht sicher, ob sie Ragnars Arm oder sogar sein Leben retten kann. Wuantkica weist die drei an, die Hütte, beziehungsweise die Lichtung, auf der sie sich befindet, nicht zu verlassen. Sven macht Ragnar in diesen paar Tagen deutlich, was er von ihm hält und nimmt dessen Entschuldigung nicht an.
Nach nur vier Tagen ist Ragnar soweit genesen, daß er zusammen mit Yngve und Sven aufbrechen kann. Die Entzündung hat Wuantkica dank eines Strohverbandes mit einer weißen Paste (ein Verband mit Penicillin getränktem Stroh), in den Griff bekommen, der Bruch selber braucht noch ungefähr anderthalb Monde um zu heilen.
Peiwas, der plötzlich wieder da ist, bringt sie zurück zu Gudwins Dorf, wo wo aus, sie den Weg zu Halvor antreten.
Die Verfolger
Einen Tag nachdem Yngve, Ragnar und Sven bei Gudwin waren, taucht Njal dort mit seinen Männer auf, aber sie bestehen die Prüfung nicht. Sie werden bewusstlos und als sie wieder aufwachen, ist von dem Weiler nichts mehr zu sehen, als hätte es ihn nie gegeben.
Wutentbrannt reiten sie zum letzten Dorf, das sie hierher geschickt hatte, zurück und erst als Njal dort auch Schändung und Vergewaltigung androht, redet einer der Dorfbewohner, der Ragnar als einen Knochenschnitzer aus Alarichs Dorf wiedererkannt hat. Auch wenn der Gaurich der Mattiaker am liebsten sofort seine Rache gehabt hätte, sieht er ein, daß er gegen ein ganzes Dorf oder sogar gegen einen ganzen Stamm mit den wenigen Männern, die er dabei hat, nichts ausrichten kann. Vor Wut schäumend bricht er die Verfolgung ab und reitet zurück in sein Dorf, um von dort aus, mehr Krieger zusammenzutrommeln und Gefallen bei den anderen Gaurichs einzufordern.
Raubzügler
Nach zwei Tagen erreichen die Raubzügler die Walburg des Marserrichs Halvor, dem Hüter der Steine. Auch wenn dieser kein Freund von Alarich und dessen Führungsstil ist, werden die Raubzügler aufgenommen. Zwei weitere Tage später treffen Yngve, Sven und Ragnar auch bei den großen Steinen, die weithin über das Land sichtbar sind, ein. Als Jandrik nach Ablauf der Frist, wann sie sich bei Halvor treffen wollten und noch einem Aufschub von ein paar Tagen noch immer nicht auftaucht, treten die Marser den restlichen Heimweg an, in dem Wissen, daß sie nicht nur Yrjan, sondern auch Jandrik verloren haben.