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Mittwoch, 18. Juni 2014, 10:45

Chronik der Marser in diesem Forum

Vorgeschichte:

Unser Stamm siedelte ursprünglich etwas weiter östlich (heutige Kreise Unna/Soest/Paderborn), breitete sich aber weiter westlich bis in die Nähe des Rheins aus, nachdem die Sugambrer im Jahr 11 v. Chr. auf die linke Rheinseite übersiedelten / übergesiedelt wurden.

Durch Verträge mit den Römern, die während des Feldzuges des Tiberius im Jahre 4 n. Chr. geschlossen wurden, dachten wir, es sei erst einmal Frieden eingekehrt. Doch das änderte sich, als Ende 6 n. Chr. dieser Varus Statthalter in Germanien wurde. Er bildete sich wahrhaftig ein, von uns Abgaben erzwingen zu können!

Zunächst taten wir so, als würden wir auf seine Forderungen eingehen. Doch der Widerstand brodelte schon. Als im Jahre 9 n. Chr. der Varus sich erdreistete, Gericht zu halten über uns freie Stämme, zogen wir alle an jenen Ort, um ihm einen Hinterhalt zu stellen. Der Cherusker Arminius, der lange Jahre Geisel der Römer gewesen war und ihre Taktiken und Schwächen kannte, wies uns an, sie in undurchdringliche Wälder und Sümpfe zu locken, wo sich die gewaltigen Streitmächte nur weit auseinandergezogen bewegen konnten. Und dort griffen wir sie gemeinsam mit unseren Brüdern von den Brukterern, den Chatten und den Cheruskern an. Immer und immer wieder, bis wir sie in der Falle hatten und endgültig vernichten konnten.

Es gelang uns, einen ihrer goldenen Adler zu erbeuten! Was für ein Geschenk an die Götter!

Viele von uns ließen bei den Kämpfen ihr Leben. Doch wir brachen diesem unersättlichen Wolf das Rückgrat!

Nun sind schon drei Jahre seit jenen Kämpfen vergangen. Unser Dorf hat gute Ernten gehabt in diesen Jahren. Unser Vieh gedeiht und vermehrt sich prächtig. Es sterben kaum Neugeborene. Der Stamm ist stark und groß. Die Götter sind uns wohlgesonnen!

Ab hier geht’s los!

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Mittwoch, 18. Juni 2014, 11:01

Was bisher geschah


Der Stamm der Marser hatte im Jahre 9 n. Chr. an der Varusschlacht teilgenommen und dabei einen der römischen Legionsadler erbeutet, der als Zeichen des Triumphes über die Römer im Heiligtum der Tanfana einen Ehrenplatz erhielt.
Die nächsten Jahre verliefen recht friedlich ohne größere Offensiven der Römer gegen den Stamm der Marser.

Kurz vor dem Julfest im Jahre 12 n. Chr. kehrte Yngve, der Sohn des Fischers Bernward nach sieben Jahren in das heimatliche Dorf zurück. Die Wiedersehensfreude mit der Familie wurde nur durch das schreckliche Ereignis getrübt, dass Maíghread, Yngves caledonische Frau, seit dem Schiffbruch der Überfahrt verschollen blieb. Doch das Wunder geschah und Maíghread kam kurze Zeit später mit ein paar Händlern in Alarichs Dorf an.
In diesem Winter verliebte sich Aswin unsterblich in die Heilerin Amalia, die erst vor wenigen Wochen ins Dorf zurückgekehrt war.

Im nächsten Frühjahr (13 n. Chr.) fanden Aswin, Yngve und Amalia im Wald zwei Chatten, von denen einer schwer verletzt war und nahmen die Beiden mit ins Dorf. Die beiden vermeintlichen Chatten flogen allerdings als römische Spione auf, weil der eine ein Mädchen aus dem Dorf entführte und es mit nach Mogontiacum nahm Marcus Iunius Pera wurde hierauf gefangen genommen und musste von nun an als Sklave im Haushalt des Richs arbeiten.
Yngve, der sich mitschuldig an der Sache fühlte, ritt mit Alan und Amalia hinter dem Römer her, um Reinka zurückzuholen. Aber erst in Mogontiacum gelang es ihnen mit Hilfe von Einar, dem sugambrischen Knochenschnitzer und Drusus, dem fünfjährigen Sohn des Statthalters, Reinka zu befreien. Auf ihrer Flucht wurden sie allerdings von dem Tribun Titus Valerius Lucanus gestellt. Dieser belauschte ein Gespräch der drei Germanen und lässt sie laufen, weil er dabei erfahren hat, dass sie Drusus nicht entführt hatten, sondern der Junge einfach hinter ihnen hergeritten war.

Während die Gefährten in Mogontiacum weilten, um Reinka zu befreien, geschahen im Dorf auch einige Dinge...
Auf dem Hof des Imkers Reinko, der außerhalb des Dorfes im Wald lag, wurde von Mattiakern des Nachts ein Feuer gelegt, das nur Swana und ihr jüngster Bruder Marwin überlebten. Marwin, der sich draußen aufgehalten hatte, wurde von den Mattiakern mitgenommen und versklavt, während die Tochter des Imkers sich in den Wald retten konnte, wo sie morgens bewusstlos von einem der Männer aus dem Dorf gefunden wurde.
Grimoald, der Jäger, nahm die junge Frau in sein Haus auf, die schwere Brandverletzungen davongetragen hatte. Ein paar Tage später erschien ein junge Römerin am Tor und bat darum, in diesem Dorf leben zu dürfen, da sie den Glauben an ihr eigenes Volk verloren hatte und auch diese Frau wurde von Grimoald freundlich aufgenommen. Als Grim und Livia wiederum ein paar Tage später etwas in einem Nachbardorf erledigen wollten, fanden sie einen kleinen Jungen und einen schwer verletzten Mann am Wegesrand und nahmen die Beiden mit ins Dorf. Lucan wurde ebenfalls von dem Jäger in seine Familie aufgenommen, während Achodis seine eigene Hütte erhielt und fortan die Kinder des Dorfes unterrichten sollte.
Als Swana zusammen mit Pera, die sich bei dieser Gelegenheit miteinander anfreundeten, die Bienenkörbe ihres Vaters aus dem Wald holen wollte, fanden sie ein kleines verängstigtes Mädchen, das anscheinend ganz allein mehrere Tage und Nächte im Wald verbracht hatte. Sie nahmen Mechthilta, die gerne bei Swana bleiben wollte, mit ins Dorf.
Bei der nächsten Gelegenheit bat die Imkerin Alarich, dass ihr Pera bei den Beinen helfen dürfe. Alarich war zunächst skeptisch, aber Swana versicherte ihm, dass Pera ein guter Mensch sei und sie ihm vertraue und so stimmte der Rich zu.

Als Yngve, Alan und Amalia das Dorf fast erreicht hatten, trafen sie auf einen Mann, den die Heilerin sofort als ihren verschollenen und totgeglaubten Bruder Pharamond erkannte. Pharamond allerdings litt seit der großen Schlacht an einem Gedächtnisverlust und konnte sich nur sehr vage an seine Schwester erinnern konnte, an andere Dinge gar nicht, aber im Laufe der Monate kehrten nach und nach viele Erinnerungen wieder. Aswin seinerseits ergriff nach der Rückkehr von Pharamond nicht die Gelegenheit, um mit dem Ernährer von Amalia über seine Gefühle und Absichten ihr gegenüber zu sprechen.
In der Nacht, nachdem die Gefährten zusammen mit Reinka aus Mogontiacum zurückgekehrt waren, wagte Pera einen Fluchtversuch, da er Angst hatte, den Göttern geopfert zu werden, nachdem Reinka wohlbehalten zurückgebracht worden war. Seine Flucht misslang und als Pera gestellt wurde, wurde er von Aswin, der von Anfang an einen unbändigen Hass auf den Römer gehabt hatte, beinahe totgeschlagen, wenn Pharamond und Yngve nicht eingegriffen hätten.

Auch Swana und Pharamond freundeten sich miteinander an, nachdem sie ihm unmissverständlich klar gemacht hatte, dass sie nicht Rania, seine verschollene Jungendliebe sei.

Im Herbst tauchte ein weiterer Bruder von Amalia und Pharamond mit einem Säugling im Dorf auf. Ragnar, der nach der Schlacht von den Römern versklavt worden war und auf den nun in Mogontiacum ein Todesurteil wartete, weil er den Bruder seiner Geliebten, Herrin und Mutter seines Sohnes Romaeus, Naevia Larcia getötet hatte.

Der Winter verlief, wie die meisten Winter, sehr schneereich und kalt. Abends wurden an den Herdfeuern viele Geschichten erzählt und Achodis hatte viel Zeit für den Unterricht mit den Kindern des Dorfes, die auf Geheiß Alarichs auch recht zahlreich erschienen.
Swana hatte das Angebot von Alarich, jederzeit zu ihm kommen zu dürfen, wenn sie etwas bedrücke, dankend angenommen. Ohne diese Gespräche mit ihm wäre sie an der Trauer um ihre Familie zerbrochen. Sie genoss die Zeit, die sie mit dem Rich verbrachte und bald wurde es eine Selbstverständlichkeit, dass sie ihn des Öfteren besuchte.
So kam es auch, dass er sie bat, im Frühjahr (14.n. Chr.), sobald es die Wetterbedingungen zuließen mit Aswin ins Nachbardorf zu reiten, um dort mit der Wala über ihre Gabe zu sprechen.

Der Tribun Valerius Lucanus bekam eine Strafe von seinem Vorgesetzten und Onkel, Qiuntus Valerius Maximus, weil er die Germanen hatte laufen lassen und wurde als Spion zusammen mit seiner Sklavin Svanvith in das Dorf des Mattiakers Widar geschickt, um dessen Loyalität gegenüber dem römischen Imperium zu überprüfen. Lucanus und Svanvith wurden entdeckt und gefangen genommen.
Diese Gelegenheit und das durch die Entdeckung der Spione entstandene Chaos nutzte Marwin, Swanas jüngster Bruder, um mit dem Pferd des Richs zu fliehen.
Auch Svanvith und Lucanus gelang durch die Hilfe von Lamberta und Hella, der Frau des Richs Widar, die Flucht. Wegen des schlechten Orientierungssinnes des Tribuns dauerte es allerdings eine ganz Weile, bis die beiden Flüchtlinge in Alarichs Dorf ankamen, anstatt in Mogontiacum,. wo sie eigentlich hin wollten.

Während Aswin und Swana ihre Reise ins Nachbardorf kam Rania, Pharamonds Jugendliebe, die allerdings Aswin versprochen gewesen war, zurück ins Dorf. Auch die Wala des Dorfes, Thyra kehrte nach dem Winter zurück.

Als Swana mit Aswin aus dem Nachbardorf zurückkehrte und von Roald die freudige Nachricht erfuhr, dass ihr Bruder Marwin noch lebe, konnte sie dies gar nicht glauben. Die Wiedersehensfreude war groß und um die Geschwister nicht erneut zu trennen, nahm Grimoald Marwin ebenfalls als Sohn bei sich auf.
Gleich am nächsten Morgen berichtete Swana Alarich von ihrer, ihrer Meinung nach, erfolglosen Reise zu der Wala. Dabei bemerkten die Beiden erst gar nicht, dass sie Hand in Hand durchs Dorf gingen...
Mit einem Mal waren sie sich ihrer Gefühle füreinander bewusst, aber Alarich bat Swana gründlich nachzudenken, ob sie diesen Schritt auch wirklich gehen wolle, da er ja um so vieles älter war als sie.

Amalia litt sehr darunter, dass Aswin sich, entgegen Pharamonds Rat an ihn, den ganzen Winter von ihr zurückgezogen hatte. Sie war nur noch ein Schatten ihrer Selbst. So verbot Pharamond als Familieoberhaupt Aswin Amalia zu sehen, denn er konnte es nicht ertragen, seine kleine Schwester so leiden zu sehen.
Bei einer Kräutersuche im Wald, auf der Pharamond Amalia begleitete, eskalierte die Situation derartig, weil Aswin den Beiden gefolgt war und Amalia vor den Augen ihres Bruder küsste. Es kam zu einer Prügelei, vor der die Heilerin floh und in eine Schlucht stürzte. Mit Hilfe von Yngve und Grimoald gelang es schließlich die drei Verletzten nach hause zu bringen und deren Wunden zu versorgen.

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Mittwoch, 18. Juni 2014, 11:03

Da Pera nach seinem Fluchtversuch im letzten Spätsommer das Dorf nicht mehr alleine verlassen durfte, nahmen er und Swana Roald mit auf Bienensuche, bei der sie von einem Wolfsrudel angegriffen wurden. Schließlich gelang es ihnen, nachdem sie mehrere Wölfe getötet hatten, den Rest des Rudels in die Flucht zu schlagen. Zusammen mit den beiden verletzten Männern kam die Imkerin wieder im Dorf an. Alarich rief sofort alle Männer zusammen und gemeinsam suchten sie nach Swanas Ziehtochter Mechthilta, die als einziges Kind unauffindbar war und gingen auf Wolfsjagd. Swana stand Todesängste, nicht nur um ihre kleine Mechthilta, aus. Als diese wohlbehalten von Alarich zurückgebracht worden war, fiel sie ihm erleichtert um den Hals. Nach diesem Ereignis musste sie nicht weiter über ihre Gefühle und ihre Entscheidung nachdenken...
Während die übrigen Männer auf Wolfsjagd waren, wurde in dem ganzen Chaos auch noch der kleine Ariald, der Sohn von Yelva geboren und von dem Augenblick an war auch Roald klar, dass er sein Leben mit dieser Frau verbringen wollte, die den herben Schicksalsschlag mit dem Verlust ihres Mannes hinnehmen musste.

Aber Alarich und Swana und Roald und Yelva waren nicht die Einzigen, zwischen denen sich über den Winter zarte Bande entwickelt hatten. Auch Grimoald und Livia hatten ihre Gefühle füreinander entdeckt und die Römerin hatte nach langer Überlegung, da sie lange um ihren verstorbenen Mann getrauert hatte und diesem noch immer zugetan war, zugestimmt die Frau des Jägers zu werden.
Nach langem mit sich selbst Ringen hatte auch Alan endlich seinen Mut zusammengenommen und bei Grimoald um die Hand seiner Schwester Eila angehalten. So wurden in der Hütte von Grimoald in diesem Frühjahr mindestens zwei Hochzeiten gefeiert...
Auch zwischen Pera und Achodis war eine zarte Liebe entstanden, die die beiden aber nur im Geheimen leben durften. Einzig Swana wusste von ihrem Geheimnis, da sich Achodis seiner Freundin anvertraut hatte.

Auf einem Jagdausflug mit seinem Sohn Lucan stieß Grimoald auf den Sklavenhändler Ismar aus Mogontiacum, der gerade dachte, einen hübschen Fang gemacht zu haben. Valeria Drusilla, die gerade unterwegs zur Villa Rustica Valeria gewesen war und Lanto, einen jungen Mann aus Alarichs Dorf. Drusilla ihrerseits gab sich als Sklavin aus, aus Angst als wertvolle Geisel gefangen genommen zu werden. Grimoald 'kaufte' die Römerin sozusagen von dem Sklavenhändler ab und handelte mit Ismar aus, dass er keine Menschen aus Alarichs Dorf versklaven dürfe. So wurde es in seiner Hütte noch voller...

Gerade als die Feldarbeit nach dem Winter wieder begann, beschloss Ragnar, dass er nicht länger warten könne, um Larcia aus Mogontiacum zu sich zu holen. So ging er eines Nachts und nahm sich eines von Pharamonds Pferden und ließ die Geschwister mit Romaeus und der Feldarbeit alleine. Unterwegs wurde er von Ismar aufgegriffen, der ihm sofort das Pferd weg nahm Nur dem Umstand, dass er zuvor den Handel mit Grimoald gemacht hatte, verschonte Ragnar davor, von Ismar sofort versklavt zu werden. Gemeinsam kamen sie nach Mogontiacum, wo Ragnar seine Larcia kurzerhand entführte und heimbrachte.

Während Ragnar in Mogontiacum weilte, kam es zu einem schrecklichen Unglücksfall im Dorf. Nachdem Pharamond alle Angelegenheiten geregelt hatte und er Rania zu sich holen wollte, starb diese unerwartet an einem Blinddarmdurchbruch. Noch auf dem Sterbebett legte Yngve, bei dem Rania Obdach gefunden hatte, die Hände der beiden Liebenden ineinander.

Nun endlich, nach einer langen Odyssee, gelangten auch Svanvith und Lucanus ins Dorf, die zunächst freundlich aufgenommen wurden, da sie sich immer noch als Germanen ausgaben. Lucanus wurde allerdings von Lucan, der den Tribun als einen Freund seines ehemaligen Herrn und eigentlich als seinen jetzigen Herrn erkannte. Der Tribun erzählte nun wahrheitsgemäß seine Geschichte, soweit wie es sein Eid zuließ und nachdem Yngve und Amalia die Geschichte aus Mogontiacum bestätigt hatten und Alarich sich durch Swana davon überzeugt hatte, dass der Tribun kein schlechter Mensch sei, durften sie bleiben, bis Lucanus von seinen Verletzungen genesen war. Lucanus seinerseits schenkte Lucan die Freiheit und Alarich unterrichtete den Tribun von der Anwesenheit Drusillas als Gast in diesem Dorf.

Die Aufregungen rissen allerdings nicht ab und noch am gleichen Tag erschien eine schwer verletzte Kriegerin am Tor, die von Römern verfolgt worden war. Alarmiert schickte Alarich einen Spähtrupp los, um nach den Römern zu suchen. Von den Römern war aber außer Spuren nichts mehr zu finden, dafür machten Pharamond und Yngve eine schreckliche Entdeckung. Die Leiche von Halvor, Yelvas Mann. Nun war es an Yngve, seiner Schwester die schreckliche Nachricht zu bringen, die für sie trotz der seelischen Qualen auch eine Erlösung war. Nun war sie wirklich frei, um mit Roald ein neues Leben zu beginnen.

Eines Nachts wollte Aswin einfach das Dorf seines Vaters verlassen, da er das Getrenntsein von Amalia einfach nicht mehr ertragen konnte und bat Swana, die nicht schlafen konnte, Amalia die Kette, die sie ihm als Liebesbeweis gegeben hatte, zurückzugeben. Swana lehnte ab und machte Aswin klar, dass er ihr diese Liebesgabe selber zurückgeben müsse, wenn sie ihm nichts mehr bedeute... Aswin blieb.

Ein paar Tage später wurde Aswin, nachdem es in einem Dorf der Gaue zu Überfällen kam, schwer verletzt mitten in der Nacht nach Hause gebracht. Das Leben des Richsohns hing an einem seidenen Faden und Alarich, Swana und Amaila wechselten sich mit der Wache an Aswins Lager ab.

Nachdem Maíghread die Hoffnung schon beinahe aufgegeben hatte, konnte Amalia ihr bestätigen, dass sie endlich schwanger war. Auch Livia konnte Grimoald die frohe Botschaft übermitteln, dass es im nächsten Frühjahr Nachwuchs im Haus geben würde.

Svanvith und Lucanus verließen zusammen mit Drusilla das Dorf, in dem sie viele Freunde gefunden haben, am Tag nach der Hochzeit des Richs und wurden von Yngve und Arvid bis zum Rhenus begleitet.

Almar, der seit Jahren totgeglaubte Bruder von Alarich und Alrich kehrte nach seiner Dienstzeit bei den römischen Hilfstruppen kurz nach der Hochzeit seines Bruders in das heimatliche Dorf zurück. Nach den 25 Jahren Dienstzeit, der er nun abgeleistet hatte, hatte er das römische Bürgerrecht erhalten und hieß nun Decimus Iunius Almarius.

Etwa zwei Wochen nach der Hochzeit von Alarich und Swana, randalierte ein, als ziemlich verschroben geltender, Mann names Berengar, der außerhalb der Palisade lebte, auf dem Dorfplatz. Die Situation eskalierte und auch die beruhigenden Worte Alarichs brachten keinen Erfolg, sondern schienen den Mann nur noch wütender zu machen. Er zog ein Schwert und verletzte den Rich schwer. Die nächsten Tage würden über das Leben des Richs entscheiden... unglaublich qualvolle Tage für Swana, in denen ihr ihre beste Freundin Amalia und Alarichs Sohn Arvid tröstend zur Seite standen.
Das Thing, welches Aswin einberufen hatte und bei dem Alrich, der ältere Bruder des Richs wieder einmal die Führung übernehmen wollte, verurteilte Berengar zum Tode im Moor.

Wenige Tage nach dem Angriff auf Alarich kam ein Händler ins Dorf, bei dem Ragnar sofort misstrauisch war. Raban erwies sich zunächst als ziemlich verschlossen und auch Yngve und Maíghread, bei denen er untergebracht wurde, kamen nicht an ihn heran.
Ragnar sollte mit seinem Misstrauen recht behalten, denn der Händler war ein Spion von Larcias Vater, der diesem die Freiheit versprochen hatte, wenn er ihm Ragnar ausliefere und seine Tochter zurück brachte Anstatt sich seiner Familie anzuvertrauen, ließ Ragnar sich von Raban einschüchtern, der zu immer dreisteren Mitteln griff. Ragnar wurde aggressiv und bekam Alpträume, weil ihn die ganze Sache so belastete, bis er sich schließlich Yngve anvertraute Als Pharamond dann von Yngve von der ganzen Sache erfuhr, kam es zum Streit unter den Geschwistern. Pharamond unterrichtete Alarich von der Sache, die nun nicht mehr eine bloße Familienangelegenheit war. Der Rich trug Yngve und Pharamond auf, ein Auge auf Raban zu haben.
Raban selber fühlte sich mit der ganzen Angelegenheit mittlerweile auch nicht mehr wohl, auch wenn er keinen Verdacht hatte, dass er entdeckt worden war, aber er hatte sich in Isolde, die Tochter des Fischers und Yngves Schwester, verliebt und auch sie war ihm zugetan.

Alan verließ das Dorf, um in anderen Dörfern seine gearbeiteten Gegenstände zu tauschen und Alarich war inzwischen völlig von der Verletzung, die er durch Berengars Schwert erlitten hatte, genesen.

Etwa einen Mond vor dem großen Festes zu Ehren von Tanfana entdeckte auch Swana, dass sie eigentlich schon seit einiger Zeit schwanger sein musste, dies aber vollkommen untergegangen war, in den ganzen Sorgen, die sie wegen Alarichs Verletzung hatten.

Grimoald und Lucan brachen ins Brukterergebiet auf, um nach Überlebenden aus Lucans ehemaligen Dorf zu suchen.

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Mittwoch, 18. Juni 2014, 11:09

Schattenplot


Prolog
Dagny, ein junges Mädchen aus dem Dorf, wurde von schrecklichen Visionen geplagt, die sie zuvor noch nicht gehabt hatte. Swana brachte das Mädchen zu Thyra, die sich ihrer annahm.

Lucanus suchte des Nachts Einar, den Knochenschnitzer auf, um ihn die Warnung vor dem unmittelbar bevorstehenden Feldzug gegen die Marser zu überbringen. Später hätte er keine Zeit mehr dafür, denn schon am nächsten Morgen wurden sie nach Vetera eingeschifft. Auch wenn ihm bewusst war, dass er damit eigentlich Verrat beging, konnte er es mit seinem Gewissen nicht vereinbaren, die Menschen, die ihm Freunde geworden waren und seine Wunden gepflegt hatten, ohne diese Warnung zu lassen.
Einar machte sich im Morgengrauen sofort auf den Weg und erreichte Alarichs Dorf nur wenige Tage vor dem Herbstfest der Tanfana, um Alarich die Warnung zu überbringen.

Alarich traf sofort alle nötigen Vorbereitungen, um das Dorf zu evakuieren und schickte auch sogleich noch einige Boten los, um die Nachbardörfer zu warnen. Alrich, der ein paar Tage vor dem Fest seine Bruder noch einen Besuch abstatten wollte, ritt zusammen mit Aswin und Arvid noch am selben Abend zum Heiligtum, um die dort bereits eingetroffenen Menschen in Sicherheit zu bringen.
Während der Vorbereitungen für den Aufbruch kommt auch Alarichs jüngster Bruder Almarius erneut in sein Heimatdorf zurück, der seinen Bruder ebenfalls warnen will, da er die Gerüchte in Mogontiacum wegen des bevorstehenden Feldzugs gehört hat.
Einar würde sich den Marsern anschließen und wenn es die Götter wollten zusammen mit ihnen in den Kampf ziehen...


Heiligtum
Mit einer kleine Verzögerung kamen Alrich, Aswin und Arvid spät abends am Heiligtum an. Wegen dieser Verzögerung war es allerdings zu spät, um noch am Abend desselben Tages aufzubrechen.
Am nächsten Morgen (2. Tag nach Erhalt der Nachricht von Einar), als alles zum Aufbruch bereit war, wird das Heiligtum von den Römern überfallen und es entbrannte ein blutiger Kampf, bei dem fast alle Marser, die sich am Heiligtum befinden, unter ihnen auch Alrich und Aswin. Arvid überlebte den Überfall dank der Hilfe von Aron, dem ägyptischen Krieger, der in den Diensten der Römer steht und erst zu spät merkt, dass die Soldaten die Menschen einfach nur grausam abschlachten.

Schattendorf
Am 3.Tag nachdem das Dorf die Nachricht von Einar wegen des bevorstehenden Feldzugs der Römer gegen die Marser erhalten hat, wurde das Dorf von diesen überfallen. Die Alten, Kranken und Schwachen, die zurückgeblieben waren, um ihren Angehörigen die Flucht zu ermöglichen, griffen zu den Waffen und verteiditgen sich so gut es ging gegen den übermächtigen Gegner.
Die Römer waren ziemlich aufgebracht, dass sie es nur mit Alten, Schwachen und Kranken zu tun hatten. Nachdem fast alle getötet wurden, zündeten die Römer das Dorf an und brannten es nieder.
Sie nahmen einen Gefangenen mit...

Schattensicherung
Eine Nachthut, bestehend aus Pharamond, Einar, Yngve, dem Vater und einem Bruder von Sunna, sollte den Tross von hinten gegen einen möglichen, wahrscheinlichen Angriff der Römer schützen. Den ersten Tag war alles ruhig und die Männer kehrten abends zum Tross und zu ihren Familien zurück. (siehe 1.Nachtlager Tross)

Am nächsten Tag, kurz bevor die Nachhut die Handelstrasse erreichte, wurde sie von einer berittenen Einheit römischer Soldaten überfallen, von einer Übermacht, gegen die die fünf Männer kaum eine Chance hatten. Allerdings sah das der Plan der Römer auch nicht vor, mit all den Männern gegen diese fünf Germanen zu kämpfen, sondern mit einem Teil des Trupps durchzustoßen und nach weiteren Marsern zu suchen.
Während Pharamond, Einar und Yngve sich tapfer gegen die Römer zur Wehr setzen konnten, wurden Sunnas Vater und Bruder von diesen getötet.

Alan, der Schreiner des Dorfes kehrte genau zu diesem Zeitpunkt von einer Handelsreise zurück und griff somit ebenfalls ins Geschehen ein und kämpfte für sein Dorf. Dabei wurde er von einem Römer geköpft. Yngve, der Schmied verlor die Kontrolle und schwor den Römern erbitterte Rache für den Tod seine Freundes.

Tross
Der lange Treck aus vielen Wagen und Fußvolk wurde von Alarich persönlich angeführt. Es herrschte eine gedrückte Stimmung, da alles wussten, wie es um das Dorf und die Zurückgebliebenen stand, wenn die Römer angreifen würden...
Beim Lagern des Nachts (als die Römer das Dorf angezündet hatten) glühte der Himmel im Süd-Westen rot von den Flammen, die die Häuser des Dorfes niederbrannten.
Wie die Schattensicherung wurde auch der Tross am darauf folgenden Tag von dem Trupp Römer überfallen, der die Nachhut der Marser durchstoßen hatte. Der Anführer dieser Truppe bließ zum Rückzug, als er erkannte, dass dies das Dorf war, in dem er, Titus Valerius Lucanus und seine Geliebte Svanvith gastfreundlich aufgenommen worden waren und sie Freunde gewonnen hatten, auch nachdem bekannt geworden war, dass er ein römischer Tribun war.
Auch wenn der Angriff nur kurz gewesen war, hatte er trotzdem seine Tribut gefordert. Ein kleiner Junge und die Eltern von Dagny waren den Römern zum Opfer gefallen und zahlreiche Verletzte mussten versorgt werden.
Während der Versorgung der Verletzten erreichte Arvid mit seinem toten Bruder ebenfalls des Tross und berichtete kurz, was am Heiligtum geschah. Die Familie des Richs und Amalia waren am Boden zerstört, doch Alarich, der seinen Bruder Alrich und seinen ältesten Sohn Aswin verloren hatte, konnte sich keine Zeit der Trauer gönnen. Er musste die Menschen, die unter seinem Schutz standen, in Sicherheit bringen.
(Auch die Verletzten der Schattenerkundung wurden gebracht)

Schattenerkundung
Almarius, der Bruder des Richs, führte die Vorhut an, die den Weg nach möglichen gefahren erkunden sollte, an. An seiner Seite ritten Raban, Ragnar mit, Jandrik, der Jäger ergänzte die kleine Gruppe mit seinen Fähigkeiten als Spurenleser.
Zunächst verlief alles ruhig, bis der Erkundungstrupp einen umgestürzten Wagen findet. Die Männer wurden aus dem Hinterhalt überfallen und Almarius und Ragnar werden schwer verletzt. In dem Wagen fanden sie ein Mädchen, welches die mitnahmen.

Schattenabschied
Trotz der Unsicherheit der Lage, entschied Alarich die Gefallenen nach der Sitte des Stammes zu bestatten und ihnen so die letzte Ehre zu erwiesen. Auch der Toten im Dorf wurde gedacht, die ihre Leben gegeben hatten, damit sie alle leben konnten.
Es war für alle ein schwerer Gang. Hoffnungslosigkeit und Niedergeschlagenheit machte sich unter den Dorfbewohnern breit, denn jeder hatte mindestens ein Familienmitglied oder Verwandten bei diesem Überfall verloren.

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Mittwoch, 18. Juni 2014, 11:13

Aufnahme der Flüchtlinge in Siegmars Dorf
Nach ein paar weiteren Tagen ihrer Flucht, an denen die Bewohner von Alarichs Dorf, Tanfana sei Dank, unbehelligt weiterziehen konnten, erreichten sie schließlich die nordöstlichste Gaue des Marser-Gebietes.
Alarich beschloß nach einiger Überlegung alleine mit dem Rich dieser Gaue, Siegmar, zu sprechen und um Aufnahme ins Dorf zu bitten.
Siegmar erklärte sich bereit, die Menschen aufzunehmen, auch wenn das für seine eigenen Leute bedeutete, dass der Winter noch entbehrungsreicher für sie würde, da die Nahrungsvorräte nun geteilt werden mussten.
Die Dorfbewohner wurden in verschiedenen Gästehütten oder bei Familien untergebracht und konnten so ein wenig zur Ruhe kommen und nun um ihre verstorbenen Trauern.

Am Ankunftstag ging Alarich in den Wald um alleine über alles, was geschehen war und über die Aufgaben, die jetzt vor ihm lagen, nachzudenken. Hier befasste er sich auch mit seiner Trauer um Aswin.

Bernward sah sich durch Rabans vorbildliches Verhalten, darin bestärkt, dass es richtig war, dem jungen Mann, ein zweite Chance zu geben und war bereit ihn in seine Familie aufzunehmen. Die jüngste Tochter der Familie Ida hat schwer mit dem Tod des kleinen Jungen, der unmittelbar nach dem Angriff der Römer durch einen tragischen Unfall ums Leben gekommen war, zu kämpfen. Erst ein Gespräch mit ihrer Schwester Isolde half ihr damit klarzukommen.

Auch Godwina und Dagny betrauerten gemeinsam den Tod ihrer Eltern bzw. ihres Vaters Falko, der im Dorf zurück geblieben war.

Pera wurde von Alarich freigelassen, nachdem sich der Römer bei dem Überfall eindeutig für die Seite der Marser entschieden hatte.

Amalia hatte der Tod von Aswin noch schwerer getroffen wie Alarich und trotz der liebevollen Zuwendung, die sie von ihrer Familie und auch von Seiten Swanas, ihrer besten Freundin erfuhr, konnte sie seinen Tod einfach nicht verwinden und dachte sogar daran, sich etwas anzutun.

Auch Dagny hatte schwer mit der Trauer um ihre Eltern zu kämpfen und erhielt von Arnia, einer Tochter des Richs und Heilerin des Dorfes Unterstützung. Sie bleib im Dorf und wird erst im folgenden Frühjahr nach hause zurückkehren.

Zwischen Eila und einem der Krieger aus Siegmars Dorf, Clodwig, entwickelten sich erste zarte Bande. Später folgte er ihr ins Dorf des Alarich.

Grimoald und Lucan erreichten endlich das Dorf von Siegmar, nachdem sie ihr eigenes Dorf in verbrannten Trümmern vorgefunden hatten.

Maíghread stellte ihren Mann Yngve nach Tagen des Schweigens zwischen sich, endlich zur Rede, er gestand ihr, was passiert war, dass er vollkommen die Kontrolle verloren hatte. Sie verzieh ihm, als sie merkte, dass die Rückenschmerzen, die sie seit Tagen quälten, Vorwehen (viel zu früh) waren. Arnia kümmerte sich um die Caledonierin, während Yngve zum Heiligtum des Dorfes ging, wo er ein langes ausführliches Gespräch mit Geroman, dem blinden Goden des Dorfes führte, der ihn schließlich überzeugte, auf seine Rache zu verzichten, und um Tanfana um Schutz für Maíghread und das ungeborenen Kind zu bitten..
Als er schließlich von Heiligtum zurückkehrte, erfuhr er, dass Maíghread Zwillinge erwartete
Auch Thyra, die glaubte durch ihre Trauer um den Verlust ihres Bruders Alan, den Kontakt zu den Göttern verloren zu haben, bekam von Geroman Hilfe durch Gespräche und ein kleines Eichhörnchen, das bei ihr geblieben ist.

Die von Alarich einberufene Versammlung, zu der alle Dorfbewohner erscheinen sollten, beschloß zunächst einen kleinen Trupp von Männern zurückzuschicken, um einige wenige Hütten wieder zu errichten, damit die Leute den Winter über wieder in ihr zuhause zurückkehren konnte.

Gerade als der Erkundungstrupp ins Dorf zurückkehren sollte, wird Yngve wieder in die Gästehütte seiner Familie zurück gerufen. Seine beiden Schwestern wurden entführt. Sofort brachen Raban und er auf, um den Entführern zu folgen und Isolde und Ida zu befreien. Wie sich herausstellte, steckte Foltlaig hinter der Entführung und eigentlich sollte Maíghread entführt werden, da Foltlaig noch immer nicht verwinden konnte, dass Maíghread ihn damals in Caledonien abgewiesen hatte. Raban und Yngve gelang es, die beiden Mädchen zu befreien, während der Caledonier in eine Rauferei mit einem der Räuber verwickelt war, wobei unklar geblieben ist, ob Foltlaig sie überlebt hat.
Die Entführung Isoldes machte Raban erst richtig klar, wieviel er eigentlich für die Tochter des Fischers empfand.
Als Bernward und Mathilda ihre beiden Töchter wohlbehalten wieder hatten, waren sie sich einig, dass sowohl Isolde als auch Ida im nächsten Frühjahr vermählt werden sollten. Isolde mit Raban und Ida mit Jandrik, dem sie schon vor vielen Sommern versprochen war.

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Mittwoch, 18. Juni 2014, 11:17

Einar und Clodwig freundeten sich miteinander an, und nachdem die Aufbauarbeiten in Alarichs Dorf abgeschlossen waren, machten sie sich noch im Herbst auf dem Weg nach Mogontiacum, um Senna zu holen. Vorher ging Clodwig noch zu Grimoald, um sich dessen Einverständnis zu holen, um Eila werben zu dürfen.

Maíghreads und Yngves Zwillinge Phelan und Yvaine wurden kurz nach der Rückkehr ins Dorf viel zu früh geboren.

Larcia, die Frau von Ragnar, vertraute sich Pharamond an, dass sie wieder schwanger sei, das Kind aber nicht wolle.

Kurz nach dem Julfest beschlossen Athina und Pharamond zusammen zu bleiben, Athina wurde kurze Zeit später schwanger, verlor aber das Kind.

Almarius kehrte, nachdem er (Anfang 15 n. Chr.) von seinen Wunden wieder genesen war, zunächst nach Mogontiacum und zu seiner Villa Rustica zurück, um dort noch einige Dinge zu regeln, bevor er zu Alarichs Dorf( Anfang April) aufbrach, um dort mit seiner Familie zu leben.

Im ausgehenden Winter wurden Livias Tochter Sinthgunt und Swanas Sohn Alrich am gleichen Tag geboren, etwa einen Mond später auch Eilas kleiner Sohn.

Swana und Thyra begegneten am Heiligtum dem ägyptischen Krieger Aron, der im Herbst bei dem Überfall auf das Heiligtum dabei gewesen ist und nun Tanfana um Vergebung bitten will.
Gleichzeitig kam Falko, der Vater von Godwina, der als Einziger den Überfall der Römer auf das Dorf überlebt hat und in römische Gefangenschaft geraten war, im Dorf an.

Anfang April fand die Doppelhochzeit im Hause des Fischers Bernward statt, Isolde und Raban waren überglücklich, während Ida und Jandrik noch ein wenig mit ihrem Schicksal haderten.
Noch im gleichen Mond fängt Jandrik an, Ida mit in den Wald zu nehmen, dort kommt es zu einer erneuten Begegnung mit Onsaker, einem der Räuber, die Isolde und Ida im Herbst entführt hatten, der vor einem Bären geflohen war. Ida erkennt ihn. Sie verfolgt ihn und tötet ihn, wie sie es geschworen hat, während Jandrik mit dem Bären kämpft und ihn tötet. Seitdem trägt er den Beinamen 'Bärentöter'.

Zusammen mit Ismar, dem Händler, Fara und Hund kam auch Lucans lange verschollene Schwester Merlind ins Dorf, während sich viel weiter im Süden ein anderer Rich auf den Weg macht, seiner verschwundene Tochter zu suchen. Gemeinsam mit Jaale, Thorbrandt und dessen Neffen (Runa) brachen sie auf. Unterwegs fanden sie eine junge schwangere Frau, Kaija, die sie mitnahmen.

Raban, Arvid und Bernward retteten einen Fremden, der völlig entkräftet und von Wölfen verfolgt wurde, aus dem Fluß. Der Fremde sprach die gleiche Sprache wie Maíghread.

In Mogontiacum wurde der Vater von Iunia Elva von dessen Bruder ermordet. Sie floh mit ihrem Sklaven und Vertrauten Galeomon in das Dorf ihrer Mutter Elfgard (Schwester von Bernward) und wurde von ihrem Cousin Yngve in seiner Hütte aufgenommen.
Wenig später schwor sie am Heiligtum vor Tanfana den Tod ihres Vaters zu rächen.

Ragnars Geschwister und seine Schwägerin verließen das Dorf im Frühjahr, nachdem die Amazone eine Fehlgeburt erlitten hatte und Amalia, weil sie mit den vielen Erinnerungen an Aswin nicht fertig wurde.


(altes Forum)

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Montag, 13. Juli 2015, 09:31

Neustart nach dem Umzug

Sommer 15 n.Chr.
Juni
Das Dorf des Alarich feiert in einem großen Fest die Sommersonnenwende. Seit Tagen ist es heiß und schwül und gerade an diesem Tag entlädt sich die brütende Hitze in einem heftigen Gewitter. Als dann ein Blitz in eine der Weiden am Fluss einschlägt, halten die Marser dies für ein Zeichen der Götter. Damit das Feuer, das die uralte Weide gefangen hat, wegen der Trockenheit nicht auf die anderen Bäume und die Wiesen übergreift, löschen die Bewohner des Dorfes zusammen das Feuer.

Ein paar Tage später hat Larcia, die schwangere Frau Ragnars, die kurz vor der Niederkunft steht, ein das merkwürdige Gefühl, dass sie sterben wird und vertraut sich Bertrada beim Wäschewaschen am Fluss an. Sie nimmt ihrer Freundin das Versprechen ab, sich um Ragnar und Romaeus zu kümmern, falls sie nicht dazu in der Lage sein sollte. Bertrada schlägt ihrer Freundin diese Bitte natürlich nicht ab, beruhigt sie aber, dass schon nichts passieren wird.
Trotzdem bewahrheitet sich Larcias schlechtes Gefühl und sie stirbt, nachdem sie einem Jungen und einem Mädchen das Leben geschenkt hat.
Mit einem Schrei der Verzweiflung und Trauer rennt Ragnar aus dem Dorf, gefolgt von Yngve, der in dieser Nacht Wache am Tor gehalten hat.
Durch den Schrei sind natürlich auch die restlichen Dorfbewohner geweckt worden und sorgen sich darum, was in diese Nacht in Ragnars Hütte geschehen ist. Swana, Eila und Bertrada gehen in Ragnars Hütte, um der verstörten Dagny bei der der Versorgung der Babys zu helfen. Die junge Richfrau entbindet Bertrada von ihren Pflichten in der Richütte, damit sie stattdessen Ragnar und seiner Familie zur Seite stehen kann.
Furhild kann es indessen wieder nicht lassen, ihrem losen Mundwerk freien Lauf zu lassen und bekommt von Margund eine Ohrfeige.
Yngve und Thyra, die Ragnar gefolgt sind, finden ihn vollkommen verzweifelt am Heiligtum vor, können ihn aber davon überzeugen, wieder nach Hause zurück zu kommen, da seine Kinder ihn brauchen.

Etwa eine Woche nach der Sommersonnenwende bringt Dagny einen jungen Burschen ins Dorf, der sich als entfernter Verwandter Alarichs herausstellt und als Einziger seines Dorfes, den Überfall des Germanicus im letzten Herbst überlebt hat. Veikko scheint ziemlich traumatisiert von diesem Ereignis, zumal er bis vor kurzem noch allein in dem verlassenen Dorf gelebt hat. Alarich schickt ihn zu Swana, die ihn ein wenig unter die Lupe nehmen soll, aber auch bei ihr will er nicht so recht über die Geschehnisse sprechen, aber die junge Richfrau bietet ihm ihre Hilfe an.

Juli
Swana hat bemerkt, dass Dagny ihrer Ziehmutter Thyra aus dem Weg geht und spricht mit ihr. Wie vermutet, hat Dagny der Wala noch nicht mitgeteilt, dass sie sich, nachdem sie den Winter in Siegmars Dorf verbracht hatte, entschieden hat, nicht den Weg der Wala zu gehen, sondern Heilerin zu werden. Das Mädchen hat aber nun Angst, dass Thyra diese Entscheidung nicht billigt.
Gemeinsam suchen Swana und Dagny die Wala daraufhin am Heiligtum auf, wo Dagny und Thyra sich aussprechen.

August
Als Yngve an einem Morgen unterwegs zu seinen Holzkohlemeilern ist, um diese zu überprüfen, läuft ihm ein älterer Jungen über den Weg, den er und Maíghread anschließend bei sich aufnehmen. Yrjan wird Yngves Lehrling.

Am selben Morgen, an dem Ragnar und Bertrada beschließen, zum Rich zu gehen, um eine Zweckehe einzugehen, sprechen auch Alarich und Swana darüber, dass es sinnvoll wäre, wenn Ragnar und Bertrada heiraten würden.

September
Etwa einen Mond, nachdem Yngve und Maíghread Yrjan bei sich aufgenommen haben, sprechen sie mit ihm, da er noch immer sehr verschlossen ist und sich nicht in die Familie integrieren will. Der Junge fühlt sich nicht wirklich dazugehörig und glaubt noch immer, dass ihn niemand mag.

Bertrada und Ragnar, die nun auch ungefähr einen Mond verheiratet sind, schlagen sich mit den üblichen Problemen einer großen 'Patchwork-Familie' herum. Die Einzige, die der Heirat ihrer Mutter positiv gegenüber eingestellt ist, ist Talesia. Sie vertraut sich ihrem Stiefvater Ragnar auch ein paar Tage später an, dass sie am liebsten Kriegerin werden möchte, ihre Mutter damit aber nicht enttäuschen möchte.

Oktober
Nachdem die Brukterer ihre Verbündeten um Hilfe gebeten hatten, weil ihnen das gleiche Schicksal durch Germanicus widerfahren war, wie den Marsern im letzten Jahr, machen sich die Männer um Alarich nun, nachdem die Ernte eingefahren ist, endlich auf, um den Brukterern zur Hilfe zu kommen. Swana, Thyra und Maíghread begleiten die Männer.
Als Swana Arminius das erste Mal begegnet, der von allen als sehr charismatisch beschrieben wird, ist sie so angewidert, bei dem, was sie von ihm spürt, dass sie sich übergeben muss. Das ist das erste Mal, dass sie nicht nur spürt, ob ein Mensch gut oder böse ist.
Während die Richs der Cherusker, Chatten und Brukterer nur darauf aus sind, möglichst viel Blut unter den Römern zu vergießen, hat Ragnar einen ganz anderen Plan. Er möchte den Römern klar machen, dass die Stämme ein ernstzunehmender Gegner sind und dass die Römer lieber für immer vom Land der Stämme verschwinden sollen. Trotz Zustimmung seitens der kriegslüsternen Richs, wird dieser Plan dann doch von Ingiuomer, Ucromir und Sarolf vereitelt. Einen richtigen Sieg haben die Stämme hier nicht erringen können und bei dem letzten Überfall auf das Lager der Römer mussten sie sogar viele Verluste hinnehmen, auch wenn es nur einen Toten aus Alarichs Dorf zu beklagen gibt, Falko.

Während die Krieger gegen die Römer kämpfen, lernt Swana, die in Brandolfs Dorf zurück geblieben ist, ein junges Brukterermädchen kennen, das seinen Mann bei dem ersten Überfall des Germanicus verloren hat und nun von dessen Bruder bedrängt wird. Swana verspricht zu helfen.

Auch in Alarichs Dorf machen sich die Daheimgebliebenen Sorgen um ihre Männer, Väter und Brüder.
Ida kehrt von einer der vielen Jagden, die sie dieses Mal alleine unternehmen muss, weil Jandrik ebenfalls mit den Kriegern gegangen ist, zurück ins Dorf und bringt Margund einige Felle zum Gerben. Die beiden Frauen beschließen, am nächsten Morgen zum Heiligtum zu gehen, um ein Opfer für das Wohlergehen der Krieger zu bringen.

Dagny trifft auf Veikko, der gerade mit seinem Schwert übt und Dagny lädt ihn ein, etwas mit ihm zu kochen und zu essen. Die zarten Bande, die hier gerade zwischen den beiden entstehen, verstehen beide nicht wirklich, obwohl Veikko mit der ganze Situation viel selbstbewusster umgeht als Dagny.

(Plotende wird noch eingefügt)

Ein paar Tage nach der Rückkehr der Krieger in Alarichs Dorf, fasst sich Galeo, der junge Römer, der zusammen mit Elfrun ins Dorf gekommen ist, ein Herz, um mit Yngve über dessen Cousine zu sprechen.

November


Dezember
Mitte Dezember begegnen sich Frija und Yrjan im Wald und finden einen jungen Wolf.
Phelan und Yvaine, die Zwillinge von Yngve uns Maíghread machen ihre ersten Schritte.
Etwa zehn Tage vor der Wintersonnenwende treffen sich Ida und Raban heimlich, um Planungen für Isoldes Geburtstag zu treffen, aber eigentlich läuft dabei alles schief. Ida erzählt Raban, dass sie den Verdacht hat, Jandrik und Dagny hätten eine Affäre miteinander. Dass sie rasend eifersüchtig ist, merkt sie selber gar nicht, da sie noch immer davon überzeugt ist, dass sie Jandrik nicht liebt. Raban tröstet sie, und in dem Augenblick kommt Isolde in den Schuppen und versteht die Situation vollkommen falsch. Jandrik, der ebenfalls hinzu gekommen ist, schlägt auch noch in die gleiche Kerbe. Somit ist das Eifersuchtsdrama komplett. Ida und Raban können Isolde dann aber soweit davon überzeugen, dass es ein Missverständnis ist, und gehen dann gemeinsam in die Hütte der Eltern.
Jandrik hingegen läßt sich später nicht von Ida überzeugen und verbannt sie vom gemeinsamen Lager, erzählt aber niemandem, welchen Verdacht er hat.
Erst am Tag der Wintersonnenwende, als die Familie zum Julfest in die Richhütte gehen will, wird es Hademar zuviel und er verbietet den Beiden mitzukommen, bis sie ihre Probleme geklärt haben. Erst mit Thyras Hilfe schaffen Ida und Jandrik es, einzusehen, dass alles ein Missverständnis war, allerdings ist Ida immer noch weit davon entfernt, zu begreifen, dass auch sie Jandrik liebt.

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Sonntag, 6. Februar 2022, 15:55

Das Jahr 16 n. Chr.

Januar

Alarich beauftragt Thore, als besten Krieger des Dorfes mit der Ausbildung der Jungen, die im Frühjahr oder Sommer ihre Kriegerprüfung /Aufnahme in die Reihen der erwachsenen Männer ablegen sollen.

Die Gerüchte um Jandrik und Ida halten sich hartnäckig, und werden immer schlimmer.

Dagny stolpert beim Wäschewaschen am Fluss wieder einmal in eine bizarre Situation und lernt dabei Jonvar und dessen Tochter Greta kennen, die zu einer Räuberbande 'gehören'.
Nach einem Missverständnis, wird der Räuberjunge Lutmar versehentlich von einem Pfeil Veikkos getroffen und schwer verletzt. Yngve bringt ihn ins Dorf, damit Maíghread seine schweren Verletzungen versorgen kann. Das Leben des Jungen liegt in den Händen der Götter.
Jonvar, der bei dem Versuch, Dagny und Greta zu schützen ebenfalls verletzt wurde, wird von Dagny und Veikko zum Rich gebracht und muss dort Rede und Antwort stehen. Es stellt sich heraus, dass Jonvar der Bruder von Thorbrandt ist und sich nur aus Verzweiflung der Räuberbande angeschlossen hatte. Swana bekommt aufgrund ihrer besonderen Gabe, die anscheinend stärker zu werden scheint, das komplette Gefühlschaos den Mattiakers mit, ebenso wie kurz darauf das von seinem Bruder Thorbrandt. Es ist das erste Mal, dass sie sogar sagen kann dass jemand die Wahrheit sagt.


Februar
Mit dem Segen der Götter und Maíghreads Heilkünsten hat Lutmar seine schwere Verletzung überlebt und Yngve, Jonvar und Veikko seine schockierende Geschichte erzählt. Vom Stiefvater misshandelt und ausgepeitscht, dann im Blut der eigenen Schwester aufgewacht, die vom Stiefvater zuvor geschändet worden war und jetzt umgebracht wurde, geflohen und sich ebenfalls aus Verzweiflung der Räuberbande angeschlossen. Nach einem Gespräch von Yngve und Maíghread mit dem Rich, wird Lutmar (zunächst) als Knecht in deren Haushalt leben.

Isolde schenkt Raban eine Sohn und sie benennen das Kind nach Isoldes, Yngves und Ida Vater Bernward.

Furhild geht einen Schritt zu weit mit ihren Beschuldigungen gegenüber Dagny und Veikko, sie hätten unanständige Dinge getan, macht sich dabei jedoch selbst Handgreiflichkeiten gegenüber ihrer Nichte schuldig und verbietet ihr den Umgang mit der Heilerschülerin.
Maíghread, Thorbrandt und Yngve sprechen dies bezüglich beim Rich vor, weil es um Mitglieder ihrer Haushalte geht. Alarich hat nun endgültig genug von Furhilds Verhalten und sieht darin ganz klar einen Bruch ihrer Vereinbarung und bestimmt, dass Godwina nun nicht mehr bei ihrer Tante leben wird, sondern bei der Färberin Margund einziehen wird.

Am Ende des Mondes haben Thyra und Lucan gleichzeitig eine Vision am Marserfluß, die ihnen den Zorn der Götter ankündigt. Sie gehen zu Alarich, der die Warnung der Götter sehr ernst nimmt. Während dieses Gespräches hat Thyra erneut eine Vision, die allerdings nichts mit dem Zorn der Götter zu tun. Geroman, der Gode aus Siegmars Dorf liegt im Sterben und braucht ihre Hilfe. Ohne ein erklärendes Wort an den Rich oder seine Frau bricht die Wala überstürzt auf. Sie gibt Bernward und Mathilda aber noch den Hinweis, dass göttliche Hilfe unterwegs ist und Tanfana sie nicht im Stich läßt.
Alarich beruft für den nächsten Tag ein Thing ein und geht dabei einen recht ungewöhnlichen Weg, weil er auch die Frauen des Dorfes dazu eingeladen hat. Nur Furhild hat sich strikt geweigert, daran teilzunehmen, lauscht aber und macht sich wieder einmal ihre kruden Gedanken...
Nach dem Thing geht Jandrik noch mit zu Ragnar und hält zu ersten Mal seit Frijas Tod wieder ein Baby im Arm, im weiteren Verlauf des Abends, als die beiden alleine sind, beginnt er sich Ragnar wegen seiner Probleme anzuvertrauen... die Schulgefühle wegen Frijas Tod, die ständigen Sticheleien seiner Brüder und den ewigen Streit mit Ida, aber auch dass er sie über alles liebt und ihr ihre Freiheit zurückgeben will.


März
Yngve und Maíghread trainiren seit langem einmal wieder den Schwertkampf. Dagny kommt hinzu und die beiden laden sie dazu ein, mit ihnen zu üben. Das Mädchen stellt sich überaus geschickt im Umgang mit einem Schwert an und gibt zu, schon ein bisschen mit Veikko trainiert zu haben.
Im Anschluss an das Training gesteht Yngve seiner Frau, dass er manchmal Angst hat, bei seiner Familie genauso die Kontrolle zu verlieren, wie es ihm schon zweimal im Kampf passiert ist und nimmt ihr das Versprechen ab, ihm im Notfall aufzuhalten, falls das gesehen sollte.

Zwei Tage später, die Menschen aus Alarichs Dorf bereiten sich auf den Zorn der Götter vor, indem sie versuchen ihre Felder zu sichern, 'Wellenbrecher' im Fluss zu installieren und weiter oben am Flusslauf der Rura, eine Durchbruch zu einem großen Auffangbecken zu graben, kommt ein Besucher ins Dorf, den Lucan aufgrund seines Aussehens und seines Raben für Wodan hält. Hier geraten Ida und Thore das erste Mal aneinander.
Der Besucher ist ein Gode und kommt aus dem fernen Norden und wird nach einem Gespräch mit dem Rich bei der Töpferin Eila und ihrem Mann Clodwig untergebracht. Swana ist sicher, dass er der Gesandte der Götter ist, den Thyra noch angekündigt hat, bevor sie das Dorf verlassen hat.
Währenddessen beginnen Jandrik und Ida im Wald endlich miteinander zu reden und versuchen ihre Differenzen zu klären. Das Mädchen bemerkt, wie schlecht es ihrem Mann geht und beschließt bei einem kurzen Abstecher ins Dorf, etwas gegen die Magenprobleme ihres Gatten bei Maíghread zu holen. Dass seine Probleme viel größer sind, ahnt sie zu dem Zeitpunkt noch nicht. In dieser Nacht schließen die beiden ihren Frieden miteinander und leisten sich ungewöhnliche Treueschwüre und erhalten ein Geschenk der Götter (Freya?). Von nun an sind sie für immer miteinander verbunden und tragen ein Stück der Seele des anderen in sich und können spüren, was der andere gerade empfindet.

Zwei Nächte später, es ist der Todestag von Frija, betrinkt Jandrik sich und sucht Hilfe bei seinem Freund Ragnar. Er übergibt ihm sofort seine beiden Messer, weil er sonst nicht garantieren kann, dass er sich nicht doch etwas antut. In seinem Rausch verrät er Ragnar und Bertrada, was sein Bruder Ingolf ihm seit Monden antut und wie er und Ida vor zwei Nächten ihren Frieden miteinander besiegelt haben (allerdings ohne die Erwähnung des Geschenks der Götter). Da sich Jandrik in einem äußerst bedenklichen Zustand befindet, bringen sie ihn zu Yngve und Maíghread, die nun auch von den Misshandlungen durch den Bruder des Jägers erfahren.
Währenddessen hat Ida auf ihrer Flusswache durch das Geschenk der Götter mitbekommen, dass es Jandrik überhaupt nicht gut geht und war zweimal drauf und dran alles stehen und liegen zu lassen, um zu ihm zu eilen, obwohl sie noch immer davon überzeugt ist, ihn nicht zu lieben. Als Ragnar sie in den frühen Morgenstunden, noch bevor ihre eigentliche Ablösung durch Grimoald erfolgen sollte, schnauzt sie ihn an, warum er jetzt erst kommen würde. Sofort eilt sie ins Dorf und Jandrik gesteht ihr, dass er für den Tod seiner Schwester verantwortlich ist.

In den frühen Morgenstunden des 8.März trifft das Dorf des Alarichs der Zorn der Götter. Die Maßnahmen, die auf dem Thing besprochen wurden, konnten in der Kürze der Zeit nicht fertiggestellt werden oder haben ihre Wirkung verfehlt. Allerdings konnte Jandrik, der in dieser Nacht Flusswache gehalten hat, noch den Raben Hugin des Goden mit der Warnung, dass das Wasser kommt, ins Dorf schicken. Er selbst verletzt sich, bei dem Versuch den Fluten zu entkommen und 'rettet' sich zu seiner Frau in ihr geheimes Baumhaus. Ida ist allerdings in dem Augenblick, als Jandrik vom Baum gestürzt ist, wegen des Geschenk der Götter aufgewacht und hat gemerkt, dass ihr Gefährte verletzt wurde. Bei der Wundversorgung fallen Ida die Narben der Peitschenhiebe auf dem Rücken des Jägers auf und erst jetzt gesteht er ihr, was Ingolf in den letzten Monden getan und womit er gedroht hat. Zutiefst erbost darüber, will Ida Ingolf sofort zur Rechenschaft ziehen, gibt ihrem Gefährten aber das Versprechen, seinem Bruder nichts zu tun. Nachdem Jandrik ein wenig geschlafen hat, machen sie sich auf den Weg ins Dorf.
Dank der Warnung durch Hugin haben es (fast) alle Dorfbewohner geschafft, sich vor den Wassermassen in Sicherheit zu bringen. Der Schaden im Dorf ist recht groß, auch wenn die Flutwelle nur die Häuser getroffen hat, die sich in der Nähe des Tore befinden. Das Tor selber ist zerstört und es hängen nur noch Überreste in den Angeln, eine große Buche hat einen Teil der Palisade weggerissen. Furhilds Hütte ist komplett zerstört worden, das Haus der Färberin Margund hat auch enorme Schäden davongetragen, ebenso die Hütte von Hermann, dessen Großvater Herthjof, der Dorfälteste, beim Eindringen des Wassers umgekommen ist.
Als Jandrik und Ida im Dorf ankommen, kommt es zu einer Auseinandersetzung zwischen dem Jäger und seinem ältesten Bruder Ingolf, bei der Jandrik ihm das Gesicht zerschneidet und ihm die Nase bricht, dabei gerät er in einen jagdtriebähnlichen Zustand, von dem Ida emotional total überfordert ist. Bei den Bäumen in der Nähe der Verwundetensammelstelle versucht Jandrik seine Frau erst einmal zu beruhigen, bevor sie zu Maíghread gehen können, um seine Wunden versorgen zu lassen.
Furhild wird nach einiger Zeit schwer verletzt von Thore aus den Trümmern ihrer kleinen Hütte gerettet und von Thore und Yngve zu Maíghread gebracht. Thore geht und hilft weiter bei den Aufräumarbeiten, während Yngve bei den Verwundeten hilft, die nach und nach gebracht werden. Dabei sieht Yngve, wie seine kleine Schwester und seinen Schwager bei den Bäumen stehen und sich küssen, obwohl die Dorfgerüchte besagen, dass die beiden sich hassen.
Lutmar und Jonvar retten ein Kälbchen und den Junghengst Nir aus den Fluten, Lutmar bricht sich dabei das Handgelenk. Der Bruder des Zimmermanns bringt den Jungen in die Richhütte, wo sich zunächst Gylve um die Verletzung kümmert.
Swana hat sich zunächst mit den Frauen und Kindern an der hinteren Palisade getroffen und bringt diese dann in die Richütte, in der sie sich aufwärmen und später auch etwas essen können.
Auch Ingolf, mit seinem zerschnittenen Gesicht wird in die Richhütte gebracht. Gylve richtet die gebrochene Nase und Maíghread näht den Schnitt. Swana bekommt hier das erste Mal unangebrachte Gefühle von Jandriks Bruder ihr gegenüber mit und spürt durch den Goden von dieser unendlichen Leere in Ingolfs Innern. Gänzlich können die junge Richfrau und der Raumar nicht klären, was es damit auf sich hat.
Dort platzt bei der hochschwangeren Asa, einer der Schwiegertöchter von Sigrid und Hademar, die Fruchtblase und Maíghread kehrt mit Asa, Gerwine und Sigrid zu ihrer Hütte zurück. Ida und Jandrik, dessen Wunden zuvor von der Heilerin versorgt worden waren, werden kurzerhand von Maíghread 'rausgeworfen'. Die Beiden gehen mit Nanna, die sie von Sigrid kurzerhand in den Arm gedrückt bekommen haben, zur elterlichen Hütte, damit Jandrik sich endlich ausruhen kann und sie beide ein wenig Ruhe finden können. Furhild wird derweil erst von Dagny versorgt und später in der Hütte der Heilerin und des Schmieds gebracht.

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Sonntag, 6. Februar 2022, 15:56

In der Nacht hört der Regen auf. Swana hat nun endlich Gelegenheit Alarich die frohe Botschaft zu überbringen, die sie selbst erst vor ein paar Tagen bei Gylves Ankunft im Dorf, durch den Goden erfahren hat. Sie ist erneut schwanger und Alarich und sie sind überglücklich.
(9. März)Am Morgen regnet es immer noch nicht wieder und Gylve und Alarich beschließen die beiden Jäger des Dorfes, Grimoald und Jandrik auf eine rituelle Jagd zu schicken, deren Beute abends bei einer großen Zeremonie am Heiligtum geopfert werden soll. Ida ist erbost darüber, dass Jandrik, der gestern verletzt wurde und kaum geschlafen hat, jetzt sofort zu Gylve kommen soll. Der Jäger hingegen ist ausgeschlafen und hat in der Nacht von Skadi, der Göttin der Jagd, geträumt. Auch ist das rothaarige Mädchen überhaupt nicht einverstanden, dass sie zu Hause bleiben soll, statt mit auf die Jagd zu gehen, was sie auch lautstark kundtut und lässt sich nur schwer von ihrem Gefährten beruhigen.

Jandrik und Grimoald ziehen mit einer von Gylve auf ihre Stirn gemalte Rune aus zur rituellen Jagd, während Ida noch immer versucht sich auf den Wiesen außerhalb des Dorfes zu beruhigen. Dabei versucht sie, sich auf Jandrik zu konzentrieren, um sich auf seinen Herzschlag zu konzentrieren, den sie seit der Nacht, als sie das Geschenk der Götter erhalten haben, immer in sich spürt. Das gelingt ihr anscheinend so gut, dass dem Jäger ihr Seelentier in Form einer jungen Füchsin folgt. Als Jandrik den jungen Fuchs wegschickt, reißt kurzfristig die Verbindung zwischen den Beiden ab, was Ida, die sich mittlerweile den Frauen, denen Gylve das Speerfischen beibringt, angeschlossen hat, dazu bewegt, alles stehen und liegen zu lassen, um in den Wald zu laufen, aber sofort wieder zurückkehrt, als sie Jandrik wieder spürt. Lutmar, der ebenfalls bei den Fischen hilft, findet ihr Verhalten äußerst befremdlich und merkwürdig.
Der kleine Friese rettet Gerwine vor dem eventuell folgeschweren Biss eines Hechtes, den er mit dem Speer erlegt, was von Idas Schwägerin aber vollkommen falsch gedeutet wird. Gerwine nutzt diese Gelegenheit, um nach hause zu gehen und um sich den restlichen Tag um ihre Abendgaderobe zu kümmern.

Später nimmt Ida Lutmar mit in den Wald, um die Fallen zu kontrollieren. Dabei bekommt sie wegen ihrer Verbindung zu Jandrik mit, dass er sehr gutes Jagdglück hatte und aufgrund ihrer Äußerung hält der kleine Friese sie für eine Seherin.

Im Laufe des Tages reiten Swana und Gylve zum Heiligtum, um dieses für die Zeremonie am Abend vorzubereiten und haben nun Gelegenheit sich ausführlich und ohne zu viele Ohren um sie herum, über Ingolf und diese Leere, die sie in seinem Innern gespürt hat, zu unterhalten. Sie beschließen, ihm zu helfen.
Auf dem Weg zum Heiligtum finden sie einen kleinen Raben, der anscheinend aus dem Nest gefallen ist.
Am Heiligtum selber wird Gylve von der Anwesenheit der vielen Fylgien (Folgeseelen), die seit dem Massaker vor achtzehn Monden, noch immer an diesen Ort gefesselt sind, beinahe schier überrollt, während Swana trotz ihrer stärker werdenden Gabe diese anscheinend nicht wirklich wahrnimmt. Der Gode will sie aber lehren, wie sie besser mit ihrer Gabe umgehen, aber sich auch vor zu starken Gefühlen von Anderen schützen kann.

Am Abend, mit der beginnenden Nacht findet die große Opferzeremonie am Heiligtum statt, die von Gylve geleitet wird. Grimoald hat eine Hirschkuh erlegt und als sich das Dorf am Heiligtum versammelt hat, ist Jandrik noch immer nicht da. Als dieser dann endlich mit seiner beachtlichen Beute dort erscheint, wird allen klar, in welchem erbärmlichen körperlichen Zustand der Jäger sich eigentlich befindet.
Nach der offiziellen Zeremonie, bei der die beiden rituellen Beutetiere den Göttern geopfert wurden, bringen die Familien auch noch private Opfer. Dabei kommt es bei Hademars Familie zu einem Zwischenfall, weil Gerwine der Meinung ist, dass das, was ihre Schwiegereltern opfern wollen, eigentlich ihr zusteht. Viel bekommt Ida davon allerdings nicht mit, da während der Diskussion danach, Jandrik zum Opferfeuer geht, um seinen Bogen den Flammen zu übergeben. Das wirft den rothaarigen Wildfang vollkommen aus der Bahn, weil sie nicht will, dass Jandrik seinen Beruf für sie aufgibt und noch immer nicht realisiert, dass sie ihn ebenfalls liebt. Sie rennt weg, und Jandrik folgt ihr, um sie zu beruhigen und beginnt, ihr meditieren beizubringen. Dabei werden sie vom Lutmar, als Ida sich wieder einigermaßen beruhigt hat, gestört, weil dieser sich ein Messer leihen möchte, für sein eigenes Opfer.
Die Beiden kehren kurz darauf auch wieder zurück und der Familienstreit eskaliert erneut. Ida, noch immer in ihrem Gefühlschaos gefangen, versteht eine Bemerkung ihres Gefährten falsch und will erneut abhauen, während sich Ingolf mit Gerwine schon einmal auf den Weg nach Hause macht, um mit ihr ihr Verhalten zu klären.
Ida, die fast schon bei Yngve angekommen war, spürt plötzlich, wie jemand Jandrik an seinem verletzten Arm weh tut und rastet jetzt vollkommen aus, indem sie Ragnar eine Ohrfeige verpasst. Als der vollkommen erschöpfte Jandrik sie daraufhin anschnauzt, ist es für das Mädchen zu viel. Sie verlässt das Heiligtum und rennt zurück ins Dorf, um sich im Stall zu verstecken. Nach einer Weile folgt Jandrik ihr und sie sprechen sich erneut aus und versöhnen sich wieder.

Währenddessen hat auch Lutmar sein Opfer gebracht, bei dem er sich an dem überscharfen Messer Jandriks verletzt hat und wird ebenfalls von seinen Gefühlen überrannt. Auch er sucht den Schutz der Dunkelheit auf, in den sich zuvor schon Jandrik und Ida geflüchtet hatten. Yngve folgt ihm und bringt den Jungen dazu, endlich ein wenig über seine Gefühle und seine Trauer zu sprechen.

Als der Rest der Dorfbewohner, inklusive Alarich und Swana, die noch immer ziemlich fertig von dem Gefühlschaos von Ida und Lutmar ist, nach Hause aufbricht, ruft Gylve Ragnar noch einmal kurz zu sich, da Aswins Fylgia im Namen Amalias um Hilfe bittet, Dagny, die Heilerschülerin soll zu ihr geschickt werden.

Nach einem weiteren Tag ohne Regen, fängt es in der Nacht auf den 11. März erneut an zu regnen.
Ragnar gerät mit Yngve aneinander, da dieser den Feldrettungsversuch seines Freundes für absolut unsinnig hält.
Mittags treffen sich die beiden noch einmal am Heiligtum nachdem Ragnar von Jandrik ein Rehkitz als Opfer bekommen hat. Sie sprechen sich aus und Yngve macht ihm klar, dass er nicht der Einzige ist, der sich in dieser misslichen Lage befindet.
Der Knochenschnitzer ist so fertig, dass er noch nicht einmal von der Versammlung, die der Rich für den heutigen frühen Abend angesetzt hat, etwas mitbekommen hat.
Am frühen Abend treffen Yngve, Ragnar, Thore, Hademar, Clodwig, Jandrik, Thorbrandt und Lutmar in der Hütte des Richs ein. Die Meisten sind zunächst verwundert, dass nur so wenige Männer des Dorfes zu dieser Besprechung geladen wurden und vor allem, warum ausgerechnet Yngves Knecht mit dabei ist. Dieser wird auch gleich zu Beginn der Besprechung seines Status' als Knecht enthoben und ist nun ein freier junger Friese. Im Laufe der Versammlung, bei der es natürlich um die dramatische Lage des Dorfes geht, da durch die anhaltende Nässe und des Regens der letzten Zeit, nicht nur die Felder (erst einmal) unbrauchbar sind, sondern auch das Saatgut verfault und verschimmelt ist. Jetzt gilt es zu beraten, wie dem Abhilfe geleistet werden kann. Der Vorschlag des Richs scheint drastisch, aber notwendig zu sein und die einzige Möglichkeit des Dorfes um zu überleben. Es solle einen Raubzug geben ins Mattiakergebiet, der gleichzeitig die Prüfung der Jungkrieger beinhaltet. Während dieser Besprechung geraten nicht nur Jandrik und Thore aneinander, es kommt auch noch zu einem Streit zwischen Thore und Ragnar. Die ganz Situation eskaliert schließlich, als Thore erneut von Jandrik provoziert wird, den er, seit der junge Jäger ausgesprochen hat, dass er selber die Kriegerprüfung noch nicht abgelegt hätte, nicht mehr ernst nehmen kann. Zusammen mit den fiesen Gerüchten, die um Jandrik und Ida noch immer im Dorf kursieren, glaubt der junge Chatte nicht, dass der Jäger sich traut, seine Frau vom Beschluss des Raubzug zu informieren. Es kommt, wie es kommen muss und da Thore glaubt mit 'dem kleinen Mädchen' besser fertig zu werden als Jandrik, geht er tatsächlich auf die Herausforderung des jungen Jägers ein. Ida hingegen kann es natürlich nicht auf sich sitzen lassen, dass jemand die Ehre und den Mut ihres Mannes anzweifelt und so hat nicht nur die Versammlung in Alarichs Hütte kurz darauf, einen Drachen in der Tür stehen, sondern auch der Chattenkrieger unter dem Ausbruch der junge Frau zu leiden, und zwei knallrote Handabdrücke im Gesicht. Das Ganze wäre noch recht glimpflich abgegangen, wenn er nicht versucht hätte, an Ida vorbeizukommen, die noch immer in der Tür steht. Sie zieht ihr Messer, da Thore ihr zu nahe gekommen ist und bedroht ihn.
Alarich löst die Versammlung daraufhin verfrüht auf, da das Wichtigste, die der Aufbruch in zwei Tagen und die Aufgabenverteilung für den Raubzug besprochen war: Yngve und Hademar führen den Raubzug an. Jandrik kundschaftet aus und ist für die Heimlichkeit der Mission verantwortlich, Thore ist für die jungen Krieger verantwortlich und wird mit ihnen zunächst einige kleinere Dörfer überfallen, um Saatgut zu stehlen. Der junge Chattenkrieger muss allerdings noch beim Rich bleiben, um zu klären, was da eben genau vorgefallen ist, während Hademar die Aufgabe hat, dafür zu sorgen, dass Ida zurechtgewiesen wird, da sie den Hausfrieden des Richs gebrochen hat.
Jandrik widersetzt sich insoweit dem Wort seines Vaters, der angeordnet hat, dass sein Sohn seine Schwiegertochter sofort nach Hause bringen soll, indem der Jäger ihn überzeugt, dass es besser wäre, wenn er Ida erst einmal beruhigt. Das gelingt auch ganz gut, auch wenn das junge Mädchen alles andere als begeistert davon ist, dass Jandrik mit auf den Raubzug gehen soll. Sie wird sich noch am gleichen Abend bei Alarich entschuldigen, nachdem der junge Chatte die Richhütte verlassen hat.
Auch für Thore ist die Standpauke des Richs eher mäßig ausgefallen. Der junge Chatte verspricht sich während des Raubzug professionell zu verhalten.
Yngve informiert seine Familie über den Beschluss des Raubzugs und erklärt Maíghread während seiner Abwesenheit zum Familienoberhaupt.

Am Morgen des nächsten Tage treffen sich Jandrik und Ragnar zu Kampftraining, bei dem Jandrik als Sieger hervorgeht.
Zur gleichen Zeit erscheint Gylve bei Yngve, der am Tag vor ihrem Aufbruch alle Hände voll zu tun hat, da alle noch etwas repariert oder geschliffen haben wollen, in der Schmiede, um die Hufe seines Junghengstes begutachten zu lassen. Der Schmied zieht Lutmar zu Rate, da dieser sich am besten mit Pferden auskennt. Der Rappe muss dringend beschlagen werden, da seine Hufe zu weich und zu kurz sind. Während der Begutachtung der Hufe wird zunächst Lutmar ins Schulterblatt und Yngve beim Beschlagen in den Hintern gebissen.

Ida bereitet am frühen Nachmittag das zweite Baumhaus für das Abendessen vor, zu dem Jandrik am Ende der Versammlung bei Alarich eingeladen hat. Thore, noch immer gedemütigt von der Schmach, die Ida ihm zugefügt hat, übernimmt die Nachtwache am Tor und nimmt nicht an den Abendessen teil.
Die Ehepaare, deren Männer auf den Raubzug gehen, genießen mehr oder weniger ungestört noch einer letzte Nacht der Zweisamkeit.

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Mittwoch, 31. Dezember 2025, 12:45

Der Raubzug ins Land der Mattiaker


Aufbruch ((13. März)
Die Raubzügler brechen auf. In der ersten Nacht wacht Skadi über sie und alle schlafen friedlich, bis die meisten von ihnen am nächsten Morgen von einem keckernden Eichhörnchen geweckt werden.
Schon am zweiten Abend kommt es zwischen Jandrik und Thore zu einem Eklat, da der Jäger eine kleine 'Falle' mit anschließender Schlammschlacht vorbereitet hat, von der nur Yngve wußte, um aufzuzeigen, wo die Ausbildung der Jungkrieger noch Defizite hat.
Im weiteren Verlauf der nächsten vierzehn Tage, werden diese Defizite, so gut es geht, nach einem von allen entworfenen Plan behoben. Auch Jandrik und Thore haben ein klärendes Gespräch und einigen sich, zumindest für die Zeit des Raubzugs ihre Differenzen beiseite zu schieben.
Die drei kleineren Übungsüberfälle auf ein paar kleinere Dörfer verlaufen insoweit nach Plan, als daß die Jungkrieger ein wenig Saatgut erbeuten können und einige falsche Spuren gelegt werden können und Thore Jandrik, der vor Übermüdung auf einem der Hausdächer eingeschlafen ist, vor Verletzungen bewahrt, indem er ihn aufgefangen hat.
Am späten Nachmittag des 26. März kommen die Raubzügler in der Nähe von Njals Dorf an und rasten dort., Jandrik geht in der Nacht auf einen ersten Erkundungsgang ins Dorf und berichtet den Anderen von Gegebenheiten, die er dort vorgefunden hat.


In der Zwischenzeit in Alarichs Dorf
Ida schüttet sich selbst mit Arbeit zu, damit sie Jandrik nicht mit ihrem Gefühlschaos von seiner Mission ablenkt, sie steht morgens schon vor allen anderen auf, um die Stallarbeit zu erledigen, unter anderem auch, um Ingolf aus dem Weg zu gehen. Dem hat sie mit ihrem Einzug in das Lager der Magd Heilrun zudem noch ein ganz klares Zeichen gesetzt: Ich bin kein Freiwild, wenn Jandrik nicht hier ist! Nachmittags, wenn ihre Schwägerinnen nicht da sind, läßt sie sich von Sigrid ein wenig das Kochen beibringen.
Die restliche Zeit verbringt sie natürlich damit, im Wald nach dem rechten zu sehen, wie ihr Gefährte es ihr aufgetragen hat, Bogenschießen üben, etwas bei Maíghread über Heilkräuter und Wundversorgung lernen, ebenso läßt sie sich von ihrer Schwägerin den Umgang mit dem Schwert zeigen.
In Frija, der Tochter Thorbrandts findet sie eine neue Freundin, als sie sich im Dorf begegnen, weil Runa, Frijas junge Wölfin, jemandem einen Schuh geklaut hat. Mit ihr und Talesia trifft sie sich ein paar Tage später im Wald, um den beiden anderen Mädchen das Bogenschießen beizubringen und verbringt mit Talesia die Nacht im Wald, wo die Tochter der ehemaligen Fährmannswitwe ein spannendes Abenteuer erlebt. Bei diese Gelegenheit bekommt sie für ihre Hilfe beim Ausnehmen, Häuten und Zerkleinern eines jungen Rehbocks, dessen Geweih, einige Knochen und ein Stück Fleisch von Ida.
Außerdem möchte sie Jandrik einen neuen Bogen bauen, nach er seinen dem Feuer geopfert hatte. Dank Livias Zuspruch, unterweist Grimoald sie in der Kunst des Bogenbauens und macht ihr selbst ebenfalls einen Bogen zum Geschenk, der aus dem gleichen Eibenstamm gefertigt wird, wie der für Jandrik.
Nachdem sie sich an einem Morgen (27.März) dermaßen heftig mit Gerwine angelegt hat und ihre Schwägerin sogar geschlagen hat, ist sie am Nachmittag noch immer so aufgewühlt und durcheinander, weil sie Jandrik so sehr vermißt und niemand da ist, der sie mit ihrem Gefühlschaos beruhigen kann, daß sie beim Bogenschießen beinahe den Goden verletzt hätte. Gylve gelingt es schließlich, sie in einem sehr langen Gespräch, in dem sie sich ihm schließlich öffnet, davon zu überzeugen, daß das, was sie sich die ganze Zeit nicht eingestehen will / konnte und deswegen nicht in der Lage war zu sehen, und zu erkennen, daß sie Jandrik liebt. Auf einmal wird für Ida vieles klarer und sie kann auch endlich ihre Schuldgefühle verarbeiten, die sie sich wegen des letzten Winters und der Vorkommnisse in diesem, gemacht hat. Desweiteren beschließen sie und Gylve, daß Lutmar und sie Nir zu einem Reitpferd ausbilden sollen.

Grimoald und Jonvar finden eines Morgen Spuren von Wölfen, die wohl zuvor einige von Eilas Schafen angegriffen haben, können diese aber mit Hilfe von Pix und Anda vertreiben.

Die angehende Jägerin wird von Alarich zu seinem Sohn geschickt, um diesem die langersehnten Nachrichten, nach der heftigen Schneeschmelze und den Überflutungen zu bringen, denn niemand anderes aus dem Dorf ist momentan entbehrlich. Ida freundet sich mit Marik, dem kleinen Sohn von Arvid an, der anscheinend einen Narren an der jungen Frau gefressen hat. Bevor Ida das Dorf, in dem auch ihre Schwester Yelva lebt, wieder verläßt, stellen sich sowohl der Richsohn als auch der rothaarige Wildfang einer besonderen Aufgabe: Ida übernimmt für einen Tag die Verantwortung des Dorfoberhauptes und Arvid die einer Magd.

Njals Dorf
Nachdem Jandrik den restlichen Männern und Jungkriegern von seinem Erkundungsgang durch das Dorf des Njal berichtet hat, wird ein grober Plan zurechtgelegt und die weitere Vorgehensweise besprochen und der Raub des Saatguts soll in zwei Nächsten stattfinden, nachdem Thore und Veikko das Dorf ausspioniert und den Anderen Bericht erstattet haben.
Am späten Nachmittag machen sich Thore und Veikko auf den Weg in Njals Dorf und bitten um ein Nachtlager, dabei geben sie sich als Söhne eines Chattenrichs aus, die auf dem Weg nach Mogontiacum sind, um sich bei den Römern zu verpflichten. Im Badehaus des Richs begegnen Thore und Veikko dem Sklaven Sven, der sich dort um heißes Wasser und Massagen für die beiden Gäste kümmern soll. Dieser belauscht die Beiden bei ihrem Gespräch wegen des Raubs des Saatgutes und bietet ihnen seine Hilfe an, weil er den großen Njal gerne einen Denkzettel verpassen möchte, weil dieser so brutal und grausam zu seinen Sklavinnen ist. Thore verspricht dem Raumar die Freiheit für seine Hilfe.
Zu Ehren der beiden hochrangigen Gäste gibt Njal am nächsten Abend ein großes Gelage, bei dem die höhergestellten Familien des Dorfes mit eingeladen sind. Am Morgen diese Tages begegnet Jandrik dem jungen Jäger Torger im Wald und stellt sich dumm. Dabei entdeckt er nicht nur die 'Hundezucht' des mattiakischen Jägers im Wald, sondern erfährt durch ihn auch von dem Gelage am Abend. Daraufhin beschließen die restlichen Raubzügler nicht noch eine Nacht zu warten, sondern die Gelegenheit zu nutzen und schon diese Nacht die Vorratsspeicher zu plündern.
Während des Gelages kommt es beinahe zu einen Eklat zwischen Thore und Oswin, der den beiden Gästen nicht traut und dem es gar nicht gefällt, wie Thore seine Brudertochter Nya ansieht, auf die er selbst ein Auge geworfen hat. Njal allerdings weist seinen Bruder sehr rüde vor allen Gästen zurecht, woraufhin Oswins Laune auf einen absoluten Tiefpunkt sinkt. Nach dem Essen gelingt es Thore und Veikko sich Njals und Oswins Blicken zu entziehen. Während Thore sich vom Sven die Kornspeicher zeigen läßt (er geht noch immer davon aus, daß der Raub erst in der nächsten Nacht stattfinden soll), haben Veikko und Rania ein romantischen Abenteuer in deren Verlauf er von der jüngeren Richtochter verführt wird.
Als Thore und Sven nach ihrem Abstecher zu den Vorratsspeichern zurückkommen, gehen sie durch den Stall wieder in das protzige Langhaus von Njal und werden dabei Zeuge, wie Oswin versucht, sich an Nya zu vergehen. Sie können den Bruder des Richs überwältigen und fliehen mit Nya in den Wald und setzen ihren Vaterbruder gefesselt an einen Baum im Wald aus. Der kleine Welpe, den Torger der schönen Richtochter erst ein paar Tage zuvor geschenkt hatte, liegt wimmernd und merkwürdig verdreht im Stroh, nachdem er von Oswin gegen die Wand geschleudert wurde.
Währenddessen haben sich die Raubzügler durch das Nebentor ins Dorf geschlichen und Saatgut und Vorräte aus den Speichern geklaut, allerdings ist es ihnen nicht gelungen, ein Packtier zu erbeuten, da ihnen der betrunkene Gerfried über den Weg gelaufen ist. Einigen der Jungkrieger gelingt es, ihn bewusstlos zu schlagen und es wie einen Unfall aussehen zu lassen. Sie verlassen das Dorf auf dem gleichen Weg, wie sie gekommen sind. Veikko, der nach dem Schäferstündchen mit Rania wieder wach wird, hört gerade noch den 'Eulenruf' von Jandrik und verläßt das Dorf ebenfalls durch das Nebentor, das jetzt unbewacht ist, verläuft sich aber im Wald und trifft bei der kleinen Hütte im Wald, wo Torger seine Hunde hält, auf Jandrik, der im Begriff ist, einige der Welpen zu stehlen.
Donald und Rupert wundern sich auf dem Weg zurück ins Lager über den Mann (Oswin), der dort gefesselt an einem Baum sitzt.
Als sich schließlich alle Raubzügler und Jungkrieger wieder im Lager eingefunden haben , brechen sie das Lager ab und treten den Heimweg an. Jandrik verwischt die Spuren. Von den Welpen bemerkt noch keiner etwas. Nya und Sven folgen der Gruppe in einem gewissen Abstand und nicht direkt, denn mit Schattenfell müßen sie die Wege und Pfade durch den Wald nehmen.

Njal bemerkt erst am nächsten Morgen, daß seine Tochter entführt, ihr wertvolles Pferd gestohlen wurde und einer seiner Sklaven geflohen ist und sein Bruder, der mittlerweile im Wald gefunden wurde, erzählt natürlich eine ganz andere Geschichte, als es sich eigentlich zugetragen hat. Demnach waren es Thore und Sven, die Nya hatten schänden wollen und er hat versucht es zu verhindern. Der mittlerweile leblos im Stall liegende Welpe wird von Njal mit einer schnellen Bewegung das Genick gebrochen und achtlos liegengelassen.
Schäumend vor Wut bricht der Mattiakerrich mit ein paar Männern aus dem Dorf auf und nimmt die Verfolgung der angeblichen Schänder auf. Sie finden die Überreste vom Lagerplatz und Torger kann die Anzahl der Leute auf etwa sechzehn bis achtzehn eingrenzen. Mithilfe seiner Hunde kann er auch die Spur der Flüchtigen wieder aufnehmen, denn auch er hat ein gesteigertes Interesse daran, diese Männer zu finden und sieht seine Chancen, Nya zu bekommen, steigen.


Die Flucht der Raubzügler und Nya und Sven
Die Flucht der Raubzügler verläuft zunächst relativ problemlos, aber Jandrik treibt die Männer und Jungkrieger zu einen sehr hohen Tempo an, um möglichst viel Vorsprung zu gewinnen. Erst am nächsten Abend erlaube sie sich eine etwas längere Rast. Thore und Jandrik führen ein klärendes Gespräch, bei dem der Jäger Thore etwas für Ida gibt, falls ihm etwas zustoßen sollte.

Nya und Sven kommen nicht so schnell voran, wie es sich der Raumar gewünscht hätte und nach zwei Nächten draußen im Wald,entschließen sie sich dazu, doch irgendwo um eine Nachtquartier zu bitten. So gelangen sie in einem kleinen Weiler und werden dort auch aufgenommen.

Da zwei der vier Welpen, die Jandrik gestohlen hat, nicht richtig fressen wollen, müßen die Raubzügler eine Milchquelle für sie besorgen, damit sie nicht sterben. In derselben Nacht, in der auch Sven und Nya im Weiler Obdach gefunden haben, versuchen sie dort eine Ziege zu stehlen. Sven hört Geräusche im Stall und geht nachsehen. Sein Gastgeber bemerkt, daß der Raumar aufsteht und folgt ihm. Veikko erkennt Sven und Ragnar versucht den Sklaven noch zur Rede zu stellen, bevor Gundyr im Stall auftaucht. Ragnar gerät in Panik und die Situation eskaliert. Der Knochenschnitzer spaltet dem Bauern den Schädel. Auch draußen ist Tumult, da die anderen Weilerbewohner alarmiert wurden. Auf der Flucht aus dem Weiler wird Yrjan tödlich von einem Ger getroffen. Nya uns Sven fliehen ebenfalls aus dem Weiler und folgen den Marsern zu ihrem Lager.
Ragnar, wohl immer noch in Panik, versucht den großen Hund, der auf die Flüchtenden losgelassen wird, von der Gruppe wegzulocken. Schon beinahe am Lager angekommen, entwischt die Ziege und Elmar, der im Lager geblieben war, versucht sie wieder einzufangen. Diese läuft genau in die Richtung, in die Ragnar versucht hat, den Hund zu locken. Der Hund verletzt Ragnar schwer am Arm und Jandrik rettet ihm und Elmar das Leben und tötet den Hund. Dabei wird er selbst von dem Hund umgerannt und bricht oder prellt sich ein paar Rippen.
Im Lager treffen dann auch Nya und Sven ein und nach einiger heftiger Diskussion beschließen die Marser, die Beiden mitzunehmen und nicht zurückzuschicken.
Jandrik verläßt nach zwei Tagen die Gruppe, um eine falsche Fährte für die Mattiaker zu legen, denn mit dem verletzten Ragnar kommen sie deutlich zu langsam voran. Yngve läßt seinen Schwager nur sehr widerwillig ziehen, sieht aber ein, daß der Jäger der Einzige ist, der diese Aufgabe so erledigen kann, daß sie Njal und seine Männer täuschen können.
Ragnars gebrochener Arm entzündet sich heftig und er bekommt hohes Fieber, trotz der Wundversorgung, die Jandrik und Yngve noch vor Ort vorgenommen haben und nach einigen Tagen sehen sie sich gezwungen, einen Heiler aufsuchen zu müßen, wenn sie verhindern wollen, daß der Knochenschnitzer stirbt. Thorbrandt hat gehört, daß es in dieser Gegend eine Art Wunderheiler geben soll, aber wo genau dieser lebt, ist ihm nicht bekannt. Nach einigen, hoffentlich unauffälligen, Erkundigungen in einigen Dörfern, wissen sie endlich, wo sich dieser Wunantkica aufhalten soll. Yngve und Sven nehmen den verletzten Ragnar auf Schattenfells Rücken mit und versuchen den Heiler zu finden und dort Hilfe zu bekommen, während Hademar den Rest der Gruppe wieder in Marsergebiet zu dem Rich Halvor, dem Hüter der Steine führt. Dort wollen sie sich in vier Tagen treffen, sowohl Yngve, Ragnar und Sven, als auch Jandrik.

Die Verfolger
Mit der Hilfe von Torger und seinen Hunden können die Mattiaker der Spur der Marser folgen und kommen nach drei Tagen in den kleinen Weiler. Die Menschen dort sind noch immer vollkommen erschüttert und erzählen dem Gaurich der Mattiaker, wie sich die ganz Sache aus ihrer Sicht zugetragen hat. Njal glaubt ihnen zunächst ihre Geschichte nicht, denn sie klingt ziemlich wirr. Mit roher Gewalt will er die Leute zwingen, ihm die Wahrheit zu sagen, bis seine Freunde ihn schließlich überzeugen können, daß die Menschen nicht mehr wissen, als sie ihnen schon erzählt haben.
Am nächsten Tag finden sie das Lager der vermeintlichen Chatten und damit auch den Bestattungsort von Yrjan. Njal findet in der Asche ein Schwert und nimmt es mit. Torger trennt sich mit seinen Hunden von der Gruppe, um den (falschen) Spuren zu folgen, während Njal und seine Männer in den umliegenden Dörfern etwas über die Schänder seiner Tochter erfahren will. Aber sie alles hatten keine so große Gruppe Fremder gesehen, und schon gar kein graues Pferd und auch keine blonde Frau. Es waren immer nur ein paar Fremde gewesen, die sich als Wanderer oder 'Göttersuchende' ausgegeben hatten, aber auch hier waren die Informationen nicht eindeutig. Es ist das letzte Dorf, in dem auch Yngve und Sven mit Ragnar waren, in dem Njal schließlich den Hinweis auf Gudwins Dorf bekommen.

Jandrik und Torger, Jandrik und Diedne
Nachdem sich Jandrik von seinen Leuten getrennt hat, legt er sehr akribisch eine falsche Fährte, die so aussehen muß, als ob dort fast zwanzig Personen und ein Pferd entlanggezogen sind. Das ist sehr aufwendig und er kommt deswegen und wegen seiner Rippenprellung nicht so schnell voran, wie Torger, der ihn seit er sich von Njal getrennt hat, verfolgt.
Schließlich erwischt der mattiakische Jäger ihn, nimmt ihn gefangen und foltert ihn über mehrere Tage hinweg, ohne daß Jandrik ihm die gewünschten Informationen verrät. Er kann Torger mit einer List entkommen und hat eine unschöne Begegnung mit einer chattischen Räuberbande, bei der er beim Herunterfallen von einem Baum an den Rippen und dann noch am Rücken von Fredegar verletzt wird. Aber auch ihnen kann er entkommen und bricht dann aber irgendwo im Wald in einem Brombeergebüsch zusammen. Der Wassermangel, die Verletzungen und das daraus resultierende Fieber und wohl auch keine ausreichende Nahrungsaufnahme zusammengenommen mit der tagelangen Folter durch Torger, bescherten Jandrik entweder einen wirren Fiebertraum oder er hatte Wahnvorstellungen oder er sprach tatsächlich mit der Fylgia seiner toten Schwester Frija, die ihn in langen 'Gesprächen' davon überzeugt, daß er nicht die Schuld an ihrem wie auch an Yrjans Tod trägt.
Der Fiebertraum oder die Fylgia (göttliche Führung) bringen Jandrik, dem es immer schlechter geht, schließlich zu dem Druiden Diedne, der sich seiner Winden und Verletzungen auf wundersame Wiese annimmt. Diese erste Heilung wirkt aber nicht dauerhaft, die Wunden brechen zwar nicht wieder auf, aber jeden Abend überfällt den Jäger wieder eine große Erschöpfung und Müdigkeit. In diesen Nächten träumt er noch des öfteren von Frija. In der Nacht vom 17. auf den 18. April vollzieht Diedne ein magisches? Ritual, das er mithilfe der Hörner eines seiner Mufflons durchführt, um die körperliche Heilung dauerhaft bestehen zu lassen. Am Morgen des 18. April verläßt Jandrik Diedne, der ihm die, nun nicht mehr magischen, Widderhörner gibt. Körperlich genesen macht sich Jandrik auf den Weg nach Hause, ohne zu ahnen, daß er Fredegar und seinen Kumpanen noch einmal begegnen würde.

Yngve, Ragnar, Sven und Wuantkica
Nachdem die beiden Marser und der Raumar endlich im Dorf von Gudwin angekommen waren, der nicht der Wunderheiler oder Schamane ist, werden sie dort erst einer kleinen Prüfung unterzogen, bei denen ihre Seelentiere (Yngve: Hirsch, Ragnar: Otter und Sven: Orca) enthüllt werden, bevor Peiwas, der Lehrling Wuantkicas, die drei auf geheimnisvollen Pfaden zu ihr bringt.
Die alte Heilerin nimmt die frei für einige Tage bei sich auf, ist sich aber erst nicht sicher, ob sie Ragnars Arm oder sogar sein Leben retten kann. Wuantkica weist die drei an, die Hütte, beziehungsweise die Lichtung, auf der sie sich befindet, nicht zu verlassen. Sven macht Ragnar in diesen paar Tagen deutlich, was er von ihm hält und nimmt dessen Entschuldigung nicht an.
Nach nur vier Tagen ist Ragnar soweit genesen, daß er zusammen mit Yngve und Sven aufbrechen kann. Die Entzündung hat Wuantkica dank eines Strohverbandes mit einer weißen Paste (ein Verband mit Penicillin getränktem Stroh), in den Griff bekommen, der Bruch selber braucht noch ungefähr anderthalb Monde um zu heilen.
Peiwas, der plötzlich wieder da ist, bringt sie zurück zu Gudwins Dorf, wo wo aus, sie den Weg zu Halvor antreten.

Die Verfolger
Einen Tag nachdem Yngve, Ragnar und Sven bei Gudwin waren, taucht Njal dort mit seinen Männer auf, aber sie bestehen die Prüfung nicht. Sie werden bewusstlos und als sie wieder aufwachen, ist von dem Weiler nichts mehr zu sehen, als hätte es ihn nie gegeben.
Wutentbrannt reiten sie zum letzten Dorf, das sie hierher geschickt hatte, zurück und erst als Njal dort auch Schändung und Vergewaltigung androht, redet einer der Dorfbewohner, der Ragnar als einen Knochenschnitzer aus Alarichs Dorf wiedererkannt hat. Auch wenn der Gaurich der Mattiaker am liebsten sofort seine Rache gehabt hätte, sieht er ein, daß er gegen ein ganzes Dorf oder sogar gegen einen ganzen Stamm mit den wenigen Männern, die er dabei hat, nichts ausrichten kann. Vor Wut schäumend bricht er die Verfolgung ab und reitet zurück in sein Dorf, um von dort aus, mehr Krieger zusammenzutrommeln und Gefallen bei den anderen Gaurichs einzufordern.

Raubzügler

Nach zwei Tagen erreichen die Raubzügler die Walburg des Marserrichs Halvor, dem Hüter der Steine. Auch wenn dieser kein Freund von Alarich und dessen Führungsstil ist, werden die Raubzügler aufgenommen. Zwei weitere Tage später treffen Yngve, Sven und Ragnar auch bei den großen Steinen, die weithin über das Land sichtbar sind, ein. Als Jandrik nach Ablauf der Frist, wann sie sich bei Halvor treffen wollten und noch einem Aufschub von ein paar Tagen noch immer nicht auftaucht, treten die Marser den restlichen Heimweg an, in dem Wissen, daß sie nicht nur Yrjan, sondern auch Jandrik verloren haben.

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Mittwoch, 31. Dezember 2025, 12:47

Alarichs Dorf
Nachdem Ida ihren Auftrag bei Arvid erfüllt hat und zurück im Dorf ist, entschuldigt sie sich bei ihren Eltern für ihr Verhalten in den letzten sechzehn Monden. Der Verlauf des Gesprächs wendet sich so, daß die angehende Jägerin auch ihren Eltern ihre Liebe zu Jandrik gesteht und ihren Vater bittet, wenn die Raubzügler zurück sind, erneut ihre Hände ineinander zu legen.

Lutmar hat sich, nachdem er Frija beim Fischen aus dem Wasser gezogen hat, beinahe eine Lungenentzündung zugezogen, was einige Zeit unentdeckt bleibt.

In der Nacht, in der Jandrik nach der unüberlegten Aktion von Ragnar von dem Hund angegriffen wird, hat Ida zur gleichen Zeit einen sehr mysteriösen Traum, als würde sie alles direkt miterleben. Auch Lucan hat in dieser Nacht einen seltsamen Traum, von dem er Swana am nächsten Tag am Heiligtum erzählt.

Der Rich und der Gode brechen zur Frühlingsreise durch die Gaue auf, die Alarich aufgrund des Zorns der Götter aufgeschoben hat. Er geht nur ungern, da es Swana mit ihrer Schwangerschaft immer schlechter geht.

Zwei Tage bevor die Raubzügler wieder nach Hause kommen, kehren Dagny und Pera von Almarius und Amalia zurück.

Am Morgen der Rückkehr, kommen zwei Fremde Marser ins Dorf, die Hademar zu sprechen wünschen. Da dieser nicht da ist, werden sie zu Sigrid gebracht.die beiden Fremden stammen aus dem Dorf von einer Verwandten von Sigrid und sie haben ein wenige Tage altes Baby dabei. Die Mutter des Mädchens war eine Magd im Haushalt von der Verwandten und ist bei der Geburt des Kindes gestorben. Vorher hat sie aber noch einen Teil um die Vaterschaft des Kindes preisgegeben und der Vater ist in Hademars Haus zu finden. Die beiden Fremden fordern eine Kuh als Entschädigung für den Tod der jungen Magd, bevor sie das Dorf wieder verlassen. Weder Gerwine noch Asa sind bereit, das Baby zu stillen, und auch Hilke verhält sich sehr abweisend. Die Einzige, außer Sigrid, die Mitleid mit dem Baby hat ist Ida, obwohl beide Frauen überzeugt sind, daß nicht ihre Männer der Vater der Kleinen sind. Als Ida in den Stall geht, um etwas Ziegenmilch für das Mädchen zu holen, versucht ihr Schwager Ingolf sie zu 'ein bißchen Spaß' zu zwingen, wie er es ausdrückt. Schon zuvor hatte die angehende Jägerin den Verdacht, daß er der Vater des Kindes ist, aber solange Hademar und Jandrik nicht zurück sind, kann die Vaterschaft nicht eindeutig geklärt werden. Niemand im Dorf erfährt von dem Baby außer Maíghread, da sie das Mädchen untersucht hat, um festzustellen, ob sie gesund ist.
Alarich und Gylve erreichen Arvids Dorf und Vater und Sohn besprechen einige Dinge, unter anderem, daß es Zeit wird, Erkundigungen einzuholen, ob Veikkos Vater Verpflichtungen bezügliche einer Heirat seines Sohnes eingegangen ist. Sie verabreden, daß Arvid zur Sommersonnenwende in Alarichs Dorf kommt und seinem Vater seine Erkenntnisse mitteilt.

Die Rückkehr der Raubzügler
Am gleichen Abend kehren die Raubzügler, ohne Jandrik und Yrjan, nach Hause zurück. Dafür sind zwei Fremde, eine blonde junge Frau und ihr Sklave, bei der Gruppe. Die junge Frau hält sich verdächtig nah und an Thore. Wolfbrecht erstattet Swana sofort Bericht, von dem, was er aus den ersten Erzählungen der Rückkehrer gehört hat. Daraufhin läßt die junge Richfrau Thore direkt zu sich kommen. In ihrer Funktion als Alarichs Vertretung stellt sie ihn nach einem kurzen Gespräch unter Hausarrest. Leider sind in dem ersten Durcheinander der Rückkehr einige Informationen nicht ganz richtig weitergegeben worden, sodaß Swana einige Dinge Thore zuweist, wofür sie sich später bei ihm entschuldigen wird.
Währenddessen ist auf dem Dorfplatz gleichzeitig Wiedersehensfreude und Erleichterung als auch Trauer um die beiden Verstorbenen angesagt. Elmar sagt, daß Ragnar ihm das Leben gerettet hat und Ragnar korrigiert diese Falschaussage nicht. Bertrada ist zwar erleichtert ihren Mann wiederzusehen, allerdings sind vier ihrer Kinder krank, da ihnen in der Zwischenzeit das Feuerholz ausgegangen ist und auch die Lebensmittel langsam knapp werden und nun kommt Ragnar auch noch so schwer verletzt zurück. Zuhause berichtet er dann von seinen Verfehlungen.
Yngve muß seiner Frau Maíghread von Verlust und Tod Yrjans und auch Jandriks berichten, bevor ihm ein zweiter schwerer Gang bevorsteht und auch seiner kleinen Schwester berichten muß, daß Jandrik ebenfalls tot ist.
Frija und Ida kommen gerade aus dem Wald zurück, als sie den Tumult auf dem Dorfplatz sehen. Als sie bei ihrem Bruder und der caledonischen Heilerin ankommt, bitte Yngve seine Schwester mit zu ihnen zu kommen. Dort berichtet er, was geschehen ist. Wie erwartet nimmt Ida die Nachricht von Jandriks Tod alles andere als gut auf und stürmt aus dem Haus ihres Bruders. In ihrem Gefühlschaos, das sie gerade erst dank Gylve und Frija einigermaßen in den Griff bekommen und erkannt hatte, was sie für Jandrik wirklich empfindet, übersieht sie, daß sie Jandrik die ganzen Zeit noch immer gespürt hat, wenn auch deutlich schwächer als normal, da die Distanz zwischen ihnen nun deutlich größer ist. Hinter Hademars Haus bricht sie schluchzend zusammen und ein gewaltiger Schmerzensschrei entringt sich ihrer Kehle. Nur langsam und mithilfe der Techniken, die Jandrik ihr beigebracht hat, beruhigt sie sich wieder und spürt nun auch wieder den Herzschlag ihres Seelengefährten. Nun ist für sie ganz klar, was sie zu tun hat...
Auch Hademar hat einen schweren Gang zu gehen, indem er seiner Sigrid den Tod ihres jüngsten Sohnes beibringen mußte. Alawis, der Torwache hatte, hatte es schon nicht glauben wollen und genauso erging es nun seiner Frau und den Brüdern.
Ingolf zieht sich von seiner Familie zurück und hört Idas Schrei. Er geht zu ihr und wählt tatsächlich die richtigen Worte, die sie überzeugen, daß er sie begleitet und entschuldigt sich bei ihr für den Übergriff am Morgen, bevor sie allerdings aufbrechen, sucht er noch einmal Yngve auf, um ihn zu bitten, in seinem Namen ein Thing einzuberufen. Gemeinsam verlassen sie über die Palisade das Dorf, ohne daß sie von jemandem gesehen werden.
Auch auf Frija wartet ein Schock, als sie zu ihrer Familie geht und erfährt, daß Yrjan tot ist. Sie brüllt ihren Vater an, der nichts versteht, da außer Ida niemand weiß, daß sie in Yrjan verliebt ist und rennt aus dem Dorf zurück in den Wald. Schweren Herzens trennt sich Thorbrandt wieder von seiner Familie, um sich auf die Suche nach seiner Tochter zu machen.
Lutmar war Yngve und Maí zusammen mit den Welpen und der Ziege, die vorerst beim Schmied bleiben, gefolgt, fühlt sich aber schon bald fehl am Platz und verläßt die Hütte erneut und stromert durchs Dorf. Dabei sieht er zufällig, wie Runa durch das Torf nach draußen läuft und folgt ihr (ebenfalls über die Palisade).
Der kleine Friese und Thorbrandt finden unabhängig voneinander die Zimmermannstochter und Frija gesteht ihrem Vater, daß Yrjan und sie mehr als Freundschaft füreinander empfunden haben. Natürlich ist Thorbrandt davon nicht sonderlich begeistert, aber er will seine Tochter auch nicht noch mehr Leid zufügen. Scheinbar gemeinsam gehen die drei mit Runa ins Dorf zurück, auch wenn es Frija gefühlsmäßig nicht besser geht als Ida.
Veikko ist zwiegespalten, als er Dagny wiedersieht, angesichts der Tatsache, daß er sich von Rania hat verführen lassen. Gemeinsam gehen die Beiden zum Heiligtum um zu reden, allerdings erzählt er ihr nicht alles, was in Njals Dorf geschehen ist.
Nachdem Swana Thore in seinen Hausarrest entlassen hat, läßt sie Nya und Clodwig zu sich kommen und gewährt Nya und Sven schließlich vorläufig das Gastrecht, nachdem sie erfahren hat, warum die Richtochter von zuhause geflohen ist, muß sich aber arg zusammenreißen, um nicht von den vielen Gefühlen der Trauer, die sie aus dem ganzen Dorf erreichen, übermannt wird.
Der in den Hausarrest entlassene Chattenkrieger offenbart sich zuhause Eila, die ihm für die Dinge, die während des Raubzuges geschehen sind, nicht die Schuld gibt, auch wenn Nyas Anwesenheit eine Gefahr für das ganze Dorf darstellt.
Nachdem Ida das Haus ihres Bruders verlassen hat, betrinkt sich Yngve, weil er sich für den Tod seines Ziehsohns und Lehrlings, sowie den seines Schwagers verantwortlich fühlt, auch wenn er weiß, daß ohne Jandriks Opfer wohl keiner von ihnen nach Hause zurückgekehrt wäre.

Am nächsten Morgen erbittet Ragnar ein Gespräch bei Swana, aber die Situation eskaliert völlig, weil der Knochenschnitzer seine Schuldgefühle nicht unter Kontrolle hat und sich Swanas Anweisung zu schweigen widersetzt, weil sie ihm sagt, daß sie ihm im Augenblick nicht die Freundin sein kann, die er sich wünscht, sondern, daß sie im Moment der Rich ist und stellt ihn ebenfalls unter Hausarrest. Lena, die jüngste Magd des Richs, schmeißt den Knochenschnitzer schließlich aus dem Haus des Richs, nachdem Swana beinahe einen psychischen, wie auch physischen Zusammenbruch erleidet.
Im Hause Hademars wird am Morgen das Verschwinden Idas und Ingolfs bemerkt und Gerwine ist überzeugt davon, daß die Beiden durchgebrannt sind. Der Hausherr erfährt ebenfalls von der Anwesenheit der kleinen Sunja, wie Sigrid und Ida die Kleine vorläufig genannt haben.
Sven bietet auf Geheiß seiner Herrin Nya seine Hilfe im Dorf an, um Bertrada und die Kinder zu unterstützen, währen Nya persönlich das Gleiche (Svens Arbeitskraft) bei Bertrada anbietet.
Mittags ist Lutmar noch immer nicht wieder aufgetaucht und Yngve und Maí machen sich auf die Suche nach ihm. Die Schmied könnte es nicht ertragen auch noch den jungen Friesen zu verlieren. Von seiner Frau erfährt der Schmied auch, daß seine Schwester und Ingolf verschwunden sind, und von dem Baby, welches das Schicksal gestern früh in Hademars Haus geführt hat. Und von den 'Ausflügen', die Lutmar zusammen mit Frija unternommen hat. Er erfährt ebenfalls von der Heilerin für wie bedenklich sie den körperlichen Zustand es Jägers eingeschätzt hat und sie macht ihm klar, daß ein Thing Ragnar für seine Vergehen hart bestrafen wird. Schließlich finden die Beiden Lutmar schlafend auf einer Lichtung und als Yngve sich ihm aus Sorge zu schnell nähert, holt sich der Schmied eine blutige Nase. Letzten Endes können sie Lutmar überzeugen, daß alles nicht seine Schuld ist und nehmen ihn wieder mit nach hause.
Am Nachmittag des gleichen Tages brüsten sich Giselher und Frowin auf dem Thingplatz vor ein paar anderen Jungen aus dem Dorf, daß ihr Stiefvater als Held nach Hause gekommen ist, weil er ihren Bruder gerettet hat, woraufhin die anderen Jungen ein 'Thing' abhalten und die Lüge, die Ragnar zugelassen hat, aufdecken.
Yngve erfährt von Margund, was Godwina auf dem Thingplatz gehört hat, als er das Fell des Hundes, den Jandrik getötet hat, zu der Gerberin bringt. Erstellt sie Tatsachen klar, wie es sich tatsächlich zugetragen hat und er hat nun endgültig genug. Er sieht nun nicht mehr nur die Freundschaft zu Ragnar in Gefahr, wie er Sven schon bei Wuantkica mitgeteilt hat, sondern sieht sie in Scherben liegen, was er dem Knochenschnitzer auch ganz deutlich macht, als er ihn dann aufsucht. Bei dieser Gelegenheit sieht er, wie schlecht es den Zwillingen geht und nimmt diese mit. Das von Yngve beantragte Thing wird erst zusammentreten, wenn Alarich und Gylve wieder da sind.
Am Abend erfährt Swana mehr über Nya, als die Beiden sich auf dem Lager unterhalten.

Am nächsten Tag schaut sich Sven das Dach von Ragnars Haus an, das es nicht nur kalt im Haus ist, sondern auch durchregnet. Dabei versucht Ragnar schon wieder alles zu erklären und der Raumar macht ihm noch einmal ganz deutlich klar, was er von ihm hält und daß er all das nur auf Geheiß seiner Herrin macht und daß dies keine Hilfe für ihn, sondern für Bertrada und die Kinder ist.

Zwei Tage später kehren der Gode und der Rich zurück von ihrer Reise. Swana, Nya uns Sven berichten, was sich zugetragen hat und Alarich setzt für den nächsten Abend das Thing an. Außerdem gibt es ein freudiges Familienwiedersehen, denn es stellt sich heraus, daß Sven der Schwestersohn von Gylve ist.


Das Thing
Das Thing wird von Gylve als Unparteiischem geleitet. Nachdem Zeugen und Thore als einer der Angeklagten ihre Aussage gemacht haben, bricht Ragnar bei seiner eigenen Aussage seinen Schwur, nichts von Jandriks Zustand zu verraten. Für alle sieht es so aus, als wolle der Knochenschnitzer sich herausreden, um so von seiner Schuld abzulenken. Yngve rastet aus und nennt Ragnar einen Verräter und Thore wird noch einmal von Gylve befragt, um Ragnars Behauptungen zu widerlegen. Auch zwischen Hademar und seinen Sohn Alawis kommt es zu Unstimmigkeiten während des Things.
Nach langen und zähen Beratungen fällt das Thing für beide Angeklagten ein relativ mildes Urteil, obwohl einige Männer aus dem Dorf sogar die Todesstrafe oder die Verbannung für den Knochenschnitzer gefordert hatten. Thore muß sich einer Prüfung der Götter stellen, sich dem sogenannten Nebelpfad unterziehen. Dabei wird der Prüfling mit verbundenen Augen in den Wald geführt und muß bis zum Morgengrauen alleine wieder hinausfinden. Welche Prüfungen die Götter dem Prüfling während dieser Nacht dabei auferlegen, liegt in ihren Händen. Kehrt der Prüfling am nächsten Morgen zurück, hat er das Götterurteil bestanden und seine Schuld ist beglichen. Der junge Chattenkrieger schwört außerdem, das Dorf des Alarich mit seinem Leben zu beschützen und zu verteidigen. Desweiteren bekommt er seine Sünden unter die Haut geschrieben, damit er sein Leben lang an sie erinnert wird. Ragnar muß seine enormen Schulden an Jandriks Witwe Ida zurückzahlen und dafür müßen er und seine gesamte Familie in die Knechtschaft gehen, desweiteren wird ihm untersagt Waffen zu tragen, bis er sich ihrer wieder würdig erwiesen hat.
Als am nächsten Mittag die Urteile verkündet werden, nimmt Thore sein Urteil widerspruchslos an, verpasst Ragnar aber einen Faustschlag auf die Nase, für die Entehrung von Jandriks Namen beim Thing, während sich Ragnar erst einmal wortreich für das milde Urteil bedankt. Etwas, das Talesia, die sich gerade erst vor dem Raubzug dazu durchgerungen hatte, dem Knochenschnitzer zu vertrauen, ganz und gar nicht verstand. Sie rennt auf ihren Stiefvater zu, gibt ihm eine Ohrfeige und tritt ihm vors Schienenbein und macht klar, daß sie ihn hasst.
Thore verzichtet darauf, Ragnar erneut zu schlagen, denn er hat viel von der Dorfgemeinschaft gelernt. Und er hat schon eine erste Erkenntnis, noch bevor er sich dem Urteil der Götter stellt, daß er nicht Jandrik falsch eingeschätzt hat, sondern sich selbst. Ragnar versucht sich bei Swana entschuldigen, die seine Entschuldigung auch um Amalias Willen annimmt, ihn aber dennoch auf sein Fehlverhalten ihr gegenüber aufmerksam macht.
Nach der Urteilsverkündung bekommt Thore von Gylve seine Runen unter die Haut geritzt und einige von Ragnars und Bertradas Kindern gehen direkt in ihre neuen Familien, in denen sie die Schulden des Knochenschnitzers abarbeiten müßen. Die restlichen Familien kehren ebenfalls in ihrer Häuser zurück. Im Hause Hademars werden die Probleme, die beim Thing öffentlich wurden besprochen. Am frühen Abend sitzen Ragnar und Bertrada alleine in ihrer maroden Hütte und führen ein ernsthaftes Gespräch über die Zukunft ihrer Familie, begehen aber auf Ragnars Idee hin einen großen Fehler, den Talesia dem Knochenschnitzer und auch ihrer Mutter nicht so schnell verzeihen wird, da sie das Rehgeweih, das sie von Ida bekommen hat, als Opfergabe für Thore verbrennen, ohne sie um Erlaubnis zu fragen.


Der Nebelpfad
Thore wird von Grimoald mit verbundenen Augen, damit er nicht einfach den gleichen Weg wieder zurückgeht, in den Wald geführt und dort an einer ihm unbekannten Stelle ausgesetzt. Nun muß der junge Chattenkrieger allein auf sich gestellt, nur mit einem kleinen Messer als Waffe, versuchen bis zum nächsten Morgen wieder ins Dorf zu gelangen. Die Natur kann ihm dabei wichtige Hinweise liefern, wo er sich ungefähr befindet und in welche Richtung er gehen muß. Allerdings tut Thore sich damit zunächst schwer sich zu orientieren. Dennoch nimmt er diese Herausforderung an, denn er hat ein Versprechen gegeben.
Auch wenn der Chatte sich mit der Orientierung im nächtlichen Wald etwas schwer tut, gelingt ihm recht schnell eine recht gute Reflexion der Dinge, die auf dem Raubzug geschehen sind und es beginnt ein Verarbeitungsprozess, bei dem der Chatte über seine Taten, Fehler, aber auch über seinen Stolz nachdenkt, der allerdings durch einen Überläufer, ein noch nicht ganz ausgewachsener Keiler, erst einmal gestört wird. Eigentlich möchte Thore das Tier nicht töten, aber es ist verletzt und greift ihn an, wobei auch er leicht verletzt wird, sodaß er keine andere Möglichkeit hat. Mit einem gezielten Stich erlöst er das Tier von seinen Qualen. Ein Schwarm Kraniche weist ihm eine grobe Richtung, in die er sich wenden sollte. Der junge Chattenkrieger beschließt nicht sofort weiterzugehen, sondern sich zuerst eine Transportmöglichkeit für den Überläufer zu bauen, denn er sieht das Tier als einen Teil seiner Götterprüfung an. Mit einigen Mühen kann er den toten Überläufer dann durch dem Wald schaffen und kommt an eine Lichtung, die vom silbernen Mondlicht beschienen wird und hört dort seltsame Geräusche. Er sieht dort einen großen Widder, der ihm anscheinend durch sein Verhalten dazu auffordert ihm zu folgen. Thore entschließt sich dazu, dem Tier zu folgen und der Widder führt ihn über verschlungene Wildpfade zu einem Weg, den er kennt und der auf beiden Seiten mit Büschen gesäumt ist. Als der junge Chattenkrieger auf den Weg tritt, ist der große Widder verschwunden. Der Weg führt zum Heiligtum, beziehungsweise zum Dorf. Thore entscheidet sich, erst einmal nicht zum Dorf, sondern zum Heiligtum zu gehen, um den Göttern für ihre Führung zu danken. Dort bekennt er sich zu Tanfana als seiner Göttin und bringt ein kleines Blutopfer für die Götter. Vollkommen erschöpft schläft er am Heiligtum ein und er kann es später nicht beschwören, ob es nur ein Traum war, oder ob ihm tatsächlich Freya, die Göttin der Liebe erschienen ist und ihm den Auftrag gegeben hat, um seine Liebe zu kämpfen. Der kleine Bernstein, den er bei sich im Gras findet, als er wieder aufwacht, deutet jedenfalls darauf hin. Er nimmt die Stangenschleife mit dem Überläufer wieder auf und macht sich auf den Weg zurück ins Dorf, wo er im Morgengrauen ankommt. Thorbrandt, der in dieser Nacht Torwache hält, bringt den jungen Chatten zu Gylve.

12

Mittwoch, 31. Dezember 2025, 12:48

Am nächsten Morgen kommt es in Yngves Haus zu einer Meinungsverschiedenheit zwischen Dagny und Lutmar, da die Heilerschülerin, trotz ihrer bereits gemachten Erfahrungen mit Tod und Krankheit, eine ziemliche naive Weltanschauung hat. Zudem mußte Lutmar sie auf eine Behandlungsmethode aufmerksame machen, die Lykka, deren Zustand immer noch äußerst kritisch ist, das Atmen erleichtern soll, und die Dagny mit ihrem Ausbildungsstand zur Heilerin eigentlich selbst kennen sollte. Lutmar verzeiht sich in den Stall und Yngve folgt ihm, während Maíghread Dagny versucht zu erklären, warum der junge Friese sich manchmal so merkwürdig verhält. Im Verlauf des Gesprächs, das Yngve und Lutmar im Stall führen, bietet Yngve dem kleinen Friesen eine Lehrstelle zum Schmied an.

Am gleichen Morgen kommt Veikko zu Alarich und Swana und erzählt ihnen schweren Herzens von seinem Fehltritt mit Rania. Die Beiden reden ihm ins Gewissen und verbieten ihm, irgendjemandem von diesem Fehler zu erzählen, auch nicht Dagny.

Nachdem Bertrada am Morgen zu ihrer Arbeit bei Swana aufgebrochen ist, taucht Furhild bei Ragnar auf und beschimpft und bespuckt ihn aufs übelste, er sei ein Versager und Verräter. Diese 'Besuche' setzt die alte Frau die nächsten Tage noch fort.

Talesia bringt Nya zu Clodwig und Thore, der von seiner nächtlichen Prüfung noch sehr müde ist, da die schöne Richtochter sich davon überzeugen will, daß es dem Chatten auch wirklich gut geht und ihm zu seinem bestandenen Götterurteil gratulieren möchte. Clodwig läßt die Beiden ein Stück von der Herde entfernt, alleine reden und Thore gesteht Nya seine Liebe und umgekehrt.

Vollkommen aufgewühlt von diesem Geständnis sucht Nya Rat bei Swana und auch um mit ihr weitere Fragen zu besprechen, die eine eventuelle gemeinsame Zukunft mit dem Chatten betreffen.

Am Abend gehen Ragnar und Bertrada in Begleitung von Clodwig zum Heiligtum, um dort ein Opfer für Rasmus und Lykka zu bringen, da es den Beiden immer noch nicht besser geht und sie noch lange nicht über den Berg sind. Allerdings ist die Opfergabe wirklich schlecht gewählt und nur eine Elster, die die beiden Rabenfedern, die Rasmus und Lykka von Gylve geschenkt bekommen haben, mitnimmt und dafür etwas anders als Opfergabe zurückläßt. Wenn die Götter das eigentliche Opfer angenommen hätten, wären die Zwillinge von Hel in ihr Reich geholt worden.
Nach dem Opfer überbringt Clodwig die Bitte Talesias, ihm doch das Geweih mitzugeben, das Bertradas Tochter von Ida erhalten hat und so entschließt sich Bertrada, dem Mädchen zu gestehen, daß sie es verbannt haben. Vor der Hütte von Eila und Clodwig kommt es dann schließlich zwischen Mutter und Tochter zu einem Disput, weil Talesia einfach nicht verstehen kann, wie ihre Mutter Ragnar so schnell verzeihen konnte und daß es falsch ist, Dinge, die anderen gehören, einfach zu nehmen ohne wenigstens nachzufragen. Das Mädchen ist zutiefst enttäuscht von ihrer Mutter, daß ihr Ragnar wohl anscheinend wichtiger ist als ihre Kindern und setzt ihr ein Ultimatum. Wenn sie dieses nicht einhält, würde sie auch ihr wohl nicht verzeihen können. Bertrada verspricht ihrer Tochter, sich an ihre nun getroffene Vereinbarung zu halten und Ragnar deutlich zu machen, wie enttäuscht auch sie von ihm ist und daß eigentlich nichts wieder gut ist zwischen ihnen.
In Ragnars Hütte entwickelt sich die ganzen Situation aber dann doch ein bißchen anders, nachdem Bertrada dem Knochenschnitzer deutlich gesagt hat, daß er keinerlei Entscheidungsgewalt hat. Aus Frust hat sie Sex mit ihm, der sich aber in eine eher erniedrigende Richtung entwickelt, in Anbetracht dessen, was die ehemalige Fährmannswitwe zuvor über Entscheidungen klargestellt hatte.

Am Mittag des nächsten Tages begegnen sich Ragnar und Talesia beim Wäschewaschen am Fluß, wobei sich der Knochenschnitzer nicht sehr geschickt anstellt. Das Mädchen sieht keinerlei Veranlassung dazu, dem Mann ihrer Mutter in irgendeiner Art und Weise zu helfen und macht ihm klar, daß sie ihm niemals verzeihen wird, was er der Familie angetan hat. Auch Lutmar, der zufällig vorbeikommt, macht Ragnar auf die Wirkungslosigkeit seines Unterfangens in dieser Art und Weise Wäsche waschen zu wollen, aufmerksam und wenn er dem Spott der Dorfbewohner hätte entgehen wollen, besser zuhause gewaschen hätte. Der junge Friese hilft ihm dann aber doch mit ein paar brauchbaren Tipps zu Thema Wäsche und auch zum Thema kochen.

Nya bitte Sven sie zum Heiligtum zu begleiten, damit sie dort für ihre gemeinsame Zukunft mit Thore und für die Sicherheit des Dorfes ein Opfer bringen kann. Auch Sven betet zu den Göttern und bietet ihnen sein Leben, damit das Dorf und seine Menschen sicher sind.

Jonvar und Dagny erklären Greta, warum Alfrun nun eine Magd ist und sie deswegen nicht mehr zusammen spielen können.

Einige Tage später geht Veikko zu seinem Lehrmeister mit der Bitte, Ragnars Hütte beziehungsweise das Dach reparieren zu dürfen und Thorbrandt stimmt zu.


Dem Herzen Folgend - die Suche nach Jandrik

Nachdem Ida und Ingolf das Dorf verlassen haben laufen sie bis zum Morgengrauen ohne Pause. Die angehende Jägerin hat ihrem Schwager ganz klare Grenzen gesetzt und ihm klar gemacht, was passieren wird, wenn er diese nicht einhält. Bei ihrer ersten Rast zwingt Ida Ingolf dazu mit ihr zu reden und ihr zu sagen, warum er Jandrik im letzten Winter so misshandelt hat. Wenn nicht, könne er sofort wieder umkehren. Sie erfährt, auch im weiteren Verlauf ihrer Suche, denn das ist nicht das einzige Gespräch, das sie führen, wie es überhaupt erst dazu gekommen ist, über seine Trauer um Fara und auch einiges für sie ziemlich überraschendes aus Ingolfs Vergangenheit und auch darüber, wie unglücklich er in seiner Ehe mit Gerwine ist. Sie beginnt langsam ihren Schwager zu verstehen. Im Gegenzug gesteht Ida ihm, daß sie Jandrik liebt und ohne ihn nicht leben kann. Von ihrer besonderen Verbindung zueinander, die die Götter ihnen geschenkt haben, sagt sie noch nichts, nur, daß sie weiß, daß Jandrik noch lebt. Ingolf erklärt sich sogar bereit, Ida im Messerkampf auszubilden. Die junge Frau ermutigt ihren Schwager sogar dazu, sich wieder seiner Leidenschaft als Barde zu widmen. Während ihrer ersten längeren Rast und Idas Wache, begegnet die angehende Jägerin ihrem Seelentier. Als sie schläft und Ingolf wacht, träumt sie von einem Luchskater, der bei einer Quelle auf einer Steinplatte liegt. Aber auch ihr Schwager weiß nicht, wo sich diese Quelle befinden könnte, als sie ihm später von dem Traum erzählt, da sich viele Quellen im Aussehen gleichen. Während ihrer Gespräche bestätigt sich Idas Verdacht, daß die kleine Sunja Ingolfs Tochter sein könnte, denn ihr Schwager kann es nicht ausschließen.
Im weiteren Verlauf ihrer Suche erzählt Ida Ingolf schließlich doch von dem Göttergeschenk, damit er ihr endlich glaubt, daß sie weiß, daß Jandrik noch lebt und das nicht nur ein bloßer Wunsch von ihr ist. Sie erzählt ihm ebenfalls von dem Traum, als Jandrik von dem Hund angegriffen wurde, den er dann getötet hat.
Nach ein paar Tagen kommen sie bei Halvor, dem Hüter der Steine an, auch wenn Ida diesen Umweg gerne vermieden hätte, aber dort können sie auch nach der besagten Quelle fragen, denn Halvors Jäger kennen sich in der Gegend dann doch besser aus. In der Wallburg und als Gäste des Richs werden die Beiden dann allerdings noch einen Tag länger aufgehalten, weil das Essen wohl nicht ganz in Ordnung ist. Der nicht erholsame Schlaf beschert Ida erneut einen seltsamen Traum, den sie nicht wirklich zu deuten weiß, denn dort kommen Tiergestalten oder Seelentiere vor, die sie nicht zuordnen kann. Der Luchs und der Fuchs waren klar und es schien, als wolle der Traum sie auf eine Bedrohung hinweisen. Auch jeden Fall hat sie nach diesem Traum das Gefühl, daß sie Zeit drängt. Auch wenn sich beide noch etwas wacklig auf den Beinen fühlen, gehen sie hinaus, um unter vier Augen zu sprechen und Ida erzählt Ingolf von ihrem Traum. Auch Jandriks Bruder sieht die Dringlichkeit, deutet aber einige Teile des Traums etwas anders als Ida.
Die beiden Späher, die Halvor ausgesandt hat, wissen nun wo sich die besagte Quelle befindet und nachdem Ida und Ingolf sich mit Vorräten eingedeckt haben, machen sie sich auf den Weg zur (Diemel-)Quelle.

Nachdem Jandrik bei Diedne aufgebrochen ist, macht er sich auf dem schnellsten Weg nach Hause, allerdings verletzt er sich die Hand beim Feuermachen. Die ersten Tage versorgt er die Wunde noch gewissenhaft, aber da er Yngve das Meiste seiner Heilerutensilien und Kräuter mitgegeben hat, kann er den Schnitt nur notdürftig versorgen. So entzündet sich der der Schnitt in der Handinnenfläche doch und der Jäger bekommt Fieber. Er vernachlässigt Essen und Trinken und nur mühsam schleppt er sich noch zu der Quelle, wo er auf Ida wartet.

Nach ein paar Tagen kommen auch Ida und Ingolf an der Quelle an. Schon während der letzten Tage ist Ida nicht ganz fit, die Geräusche des Waldes nimmt sie überdeutlich und viel zu laut wahr, bis ihr schließlich klar wird, daß es eigentlich Jandrik ist, der derart von den Reizen seiner Umgebung überflutet wird.
Auf der Lichtung mit der Quelle sitzt Jandrik zusammengekauert am Feuer und das Wiedersehen verläuft nicht so, wie Ida es sich erhofft hatte, denn im ersten Moment erkennt der Jäger seine Frau nicht. Ingolf kann die angehende Jägerin schließlich soweit beruhigen und ihr erklären, was es mit Jandriks Zustand auf sich hat, zumindest, daß er schon Männer gesehen hat, die sich nach einer Schlacht in einem solchen befanden und daß Jandrik nun viel Zeit und Ruhe braucht. Sie beschließen, daß einer von ihnen wacht, der andere schläft, weil sie nicht wissen, wann Jandrik nach hause aufbrechen wird, nun, da sie sich gefunden haben. Ingolf übernimmt die erste Wache, schläft aber dabei ein. Ida träumt wirres Zeug und das Band, das sie und Jandrik miteinander verbindet hält sie wohl im Traum in seinen Gefühlen gefangen.

Mehr durch Zufall haben die vier Chatten, denen Jandrik zuvor schon einmal begegnet war, seine Spur wiedergefunden und hoffen auf eine schnelle Abrechnung mit dem Marser. Schon weit nach der Hälfte der Nacht finden sie den Lagerplatz von Ida, Jandrik und Ingolf und greifen die drei im Schlaf an und sind überzeugt, daß sie leichtes Spiel haben werden.
Es ist wohl der Gefahrensinn des Jägers, der sofort in ihm Alarm schlägt, als er bemerkt, daß sich jemand an den Lagerplatz anschleicht. Ingolf wird an der Schulter verletzt, als er im Schlaf angegriffen wird und Ida bemerkt die Angreifer auch fast im gleichen Augenblick wie Jandrik, was vielleicht an ihrer Verbindung zueinander liegt.
Der Kampf endet für die Chatten nicht wie von ihnen erwartet, nur Fredegar überlebt, da er nicht wirklich mitgekämpft hat. Ingolf hat Ida vermutlich das Leben gerettet, indem er ihr einen Speer zugeworfen hat und sie so ihren Gegner töten kann. Mit leichten Verletzungen, Ingolf eine geprellte Schulter und Ida, einen Kratzer an der Seite, warten sie nicht bis zum nächsten Morgen. Sie nehmen Fredegar gefangen und verstecken die drei toten Chatten hinter den Büschen, bevor sie sich auf den Heimweg machen.


Die Rückkehr ins Dorf
Trotzt Jandriks schlimmen körperlichen wie auch psychischen Zustands bringt der Jäger seine Frau und seinen Bruder innerhalb von drei Tagen zurück nach Hause. Er hat nur solange Pause gemacht wie es unbedingt nötig gewesen ist, das hat für Ida und Ingolf bedeutet, daß sie vielleicht zwei Stunden Schlaf bekommen haben.
Zuhause angekommen, bringt Ingolf Jandrik sofort zu Maíghread und Ida berichtet zuhause kurz, daß sie zusammen mit Jandrik zurück sind. Gerwine macht ihr seine Szene, die die angehende Jägerin aber souverän meistert. Sigrid erleidet beinahe einen Zusammenbruch, als sie hört, daß ihr Jüngster doch noch lebt. Fredegar wird Hademar als Gefangener übergeben, über sein Schicksal wird aber erst am nächsten Tag entschieden.
Ida verläßt das Haus ihrer Schwiegereltern, um so schnell wie möglich wider bei Jandrik zu sein und nimmt das Bärenfell mit.
Währenddessen versorgt Maí die Wunde von Jandrik und ist sehr besorgt über seinen geistigen Zustand. Dagny versorgt Ingolfs geprellte Schulter, während dieser Yngve erzählt, was geschehen ist. Als Ida kommt, berichte Yngve vom Thingurteil. Nachdem Maíghread Ida zu Jandrik gelassen hat, erklärt sie Yngve und Dagny, was es mit Jandriks Zustand auf sich hat. Dagny gibt sich wieder sehr naiv, was Lutmar ausrasten läßt und er verschwindet im Stall. Yngve geht ihm nach und versucht ihn zu beruhigen, denn Lutmar hat nichts falsch gemacht.
Jandrik schläft unter dem Bärenfell und Ida auf dem zweiten Lager und ist auch beinahe sofort eingeschlafen.
Der Jäger wird sicher ein paar Tage lang schlafen, alleine um die körperlichen Strapazen zu kompensieren, die Heilung seiner Psyche wird noch deutlich länger dauern, wie lange kann noch nicht einmal Maíghread sagen.

Am nächsten Morgen kommen Ingolf und Sigrid noch vor dem Frühstück, um mit Ida zu sprechen. Um ungestört zu sein, gehen sie in die Schmiede. Dort bekennt sich Ingolf noch einmal zu der sehr wahrscheinlichen Vaterschaft und daß es zur Sicherheit Sunjas am besten wäre, wenn Ida und Jandrik sie erst einmal zu sich nehmen. Die drei überlegen, wie die Anerkennung als seine Tochter durch Ingolf als Absicherung für den Jäger und seine Frau am besten funktionieren könnte und entscheiden sich dafür, daß nicht Hademar, sondern Alawis Zeuge der Aufhebezeremonie sein soll.
Im Laufe des Vormittags kommt auch Hademar noch einmal, zu Yngve, um sich nach Jandriks Zustand zu erkundigen, da Ingolf und Ida am Abend zuvor nur das allernötigste erzählt haben. Danach geht er noch zu Alarich, um den Rich auf den neuesten Stand der Dinge zu bringen.